Wenn dein Hund übernimmt: Warum du Führung neu denken darfst

Was eine Begegnung auf der Abendrunde über Führung, Energie und Selbstverantwortung verrät. Es war ein ganz normaler Abend. Ein Spaziergang, wie ich ihn mit meiner Hündin oft mache – einfach raus, durchatmen, den Tag loslassen. Die Leine locker, der Schritt ruhig, die Stimmung entspannt. Doch diese Ruhe sollte nicht lange halten – denn wenige Minuten später wurde ich Zeugin eines Moments, wie wir ihn aus vielen Coaching-Gesprächen kenne: Ein Hund übernimmt die Führung, weil die herannahende Hundehalterin es in diesem Moment nicht kann.

Und mir wurde wieder klar, wie oft genau das auch bei unseren Klientinnen geschieht: „Mein Hund übernimmt Führung“- nicht, weil er dominant ist, sondern weil er ehrlich spiegelt, was im Inneren nicht gehalten wird.

Die herannahende Frau bleibt stehen. Ihre Augen sind groß, die Stimme unsicher, fast flehend:
„Wer kommt da? Ist der Hund verträglich? Können wir passieren?“
Noch bevor ihr Hund reagiert, ist etwas spürbar: Angst. Ihre Körpersprache, ihr Blick, ihre Energie – alles sendet ein klares Signal: „Ich habe die Situation nicht im Griff.“
Ihr Hund hat diese Einladung verstanden. Er zögert keine Sekunde. Reißt sich los. Stürzt nach vorne. Nicht spielerisch, nicht neugierig – sondern mit voller Entschlossenheit, zu beißen. Er hat schlichtweg die Führung übernommen.

Ich konnte ihn abwehren. Zum Glück ist nichts passiert.

Aber was dann kam, war für mich der eigentliche Knackpunkt.
„Das ist normal. Er ist noch jung.“

Dieser Satz ist mir nachgegangen. Nicht, weil ich ihn verurteilen will. Sondern weil er so typisch ist. So menschlich. Und weil er viel tiefer blicken lässt, als es auf den ersten Blick scheint.

Zwischen Wahrheit und Geschichte

Hunde sind ehrlich. Brutal ehrlich, könnte man fast sagen. Sie erzählen keine Geschichten, sie beschönigen nichts, sie erklären nicht.

Sie zeigen. Punkt.

Das macht sie so besonders – aber für uns Menschen auch manchmal schwer auszuhalten. Denn ihr Verhalten konfrontiert uns mit etwas, das wir oft lieber nicht sehen wollen: uns selbst.

Die Frau auf der Abendrunde hat gespürt, dass sie die Situation nicht halten konnte, dass ihr Hund die Führung übernommen hat. Sie hat gespürt, dass sie unsicher war. Aber statt dieser Wahrheit zu begegnen, hat sie sich eine Geschichte erzählt:
„Das ist normal.“
„Er ist halt jung.“
„Das macht er nur manchmal.“

Und der Hund? Der hat nichts davon geglaubt.

Er hat nicht die Geschichte gehört. Er hat die Energie gespürt. Die Unsicherheit. Die Überforderung. Den fehlenden Halt.
Und er hat übernommen. Nicht aus „Ungehorsam“. Nicht, weil er dominant ist. Sondern, weil jemand die Verantwortung tragen musste.

Hunde übernehmen Führung, wenn wir sie nicht halten können

Das ist eine zentrale Erkenntnis aus meiner Arbeit mit feinfühligen Hundehalterinnen: Hunde übernehmen. Immer.

Wenn wir keine innere Führung haben, übernehmen sie die äußere.
Wenn wir emotional instabil sind, übernehmen sie die Regulation.
Wenn wir uns selbst nicht vertrauen, übernehmen sie – und entscheiden selbst, was „sicher“ ist und was nicht.

Dabei meinen sie es nicht böse. Im Gegenteil: Hunde sind loyal. Sie sind ehrlich. Sie folgen dem, was ist.

Und wenn wir in einem inneren Vakuum sind – dann wird es eben gefüllt. Nicht selten mit Verhalten, das wir als „Problem“ wahrnehmen.

Aber es ist kein Problem. Es ist ein Spiegel.

Was Hundehalterinnen daraus lernen können

Die Frau mit dem angreifenden Hund steht für viele Frauen, die zu uns kommen. Nicht, weil sie „schlechte“ Halterinnen sind – sondern weil sie alles versuchen, es richtig zu machen. Sie lesen, sie trainieren, sie fragen um Rat.

Und trotzdem sind sie erschöpft. Frustriert. Manchmal sogar verzweifelt.

Warum?

Weil sie nur im Außen ansetzen – aber das Innere unbeachtet lassen.

Der Hund zieht? Dann braucht er mehr Training. Der Hund bellt? Dann muss man das unterbrechen. Der Hund hat „Probleme“ mit anderen Hunden? Dann braucht er mehr „Sozialisierung“.

Aber selten fragen wir:

👉 Wie fühle ich mich eigentlich in solchen Momenten?

👉 Bin ich präsent? Bin ich klar?

👉 Bin ich innerlich stabil genug, um Führung zu übernehmen – nicht mit Druck, sondern mit Haltung?

Selbstführung statt Symptombehandlung

Genau hier setzt Mind & Lead an.

Unsere Philosophie ist klar: Nicht der Hund steht im Mittelpunkt – sondern die innere Welt der Halterin.

Denn nur, wenn du selbst in dir ruhst, kannst du einen sicheren Rahmen für deinen Hund bieten. Nur, wenn du dich führen kannst, wird dein Hund dir folgen. Und nur, wenn du bereit bist, ehrlich auf dich zu schauen – ohne Schuld, aber mit Klarheit – kann echte Veränderung entstehen. Es braucht keine neuen Erklärungen. Es braucht eine neue Haltung.

Warum das so schwer ist – und warum es sich lohnt

Vielleicht spürst du beim Lesen Widerstand. Vielleicht denkst du:

„Aber ich kann ja nichts dafür!“ „Es ist doch der Hund, der ausrastet – nicht ich!“ „Ich habe schon so viel versucht, warum soll jetzt mein Inneres schuld sein?“

Ich verstehe das. Und ich sage dir: Du bist nicht schuld. Aber du bist verantwortlich.

Verantwortung bedeutet nicht, alles im Griff zu haben. Es bedeutet, bereit zu sein, hinzuschauen. Die eigenen Muster zu erkennen. Die eigenen Emotionen zu halten. Und damit Raum zu schaffen – für echte Verbindung.

Das ist keine leichte Reise. Aber es ist die kraftvollste, die du machen kannst. Denn am Ende ist dein Hund nicht gegen dich. Er ist für dich.

Er zeigt dir, wo du wachsen darfst. Wo du dich stärken darfst. Wo du loslassen darfst. Er ist der ehrlichste Coach, den du dir vorstellen kannst.

Kennst du solche Momente?

Momente, in denen dir plötzlich klar wird: Das war nicht „sein“ Verhalten – das war meins? Das war nicht der Hund, der außer Kontrolle war – das war ich, die innerlich keinen Halt hatte? Das war kein Zufall – das war ein Spiegel?

Wenn ja – dann bist du nicht allein. Und du bist genau richtig hier.

Fazit: Dein Hund braucht keine neue Geschichte. Er braucht deine Wahrheit.

Was ich aus dieser Abendrunde mitgenommen habe, ist nicht Angst – sondern Dankbarkeit. Dankbarkeit für diese ehrliche Begegnung. Für die Erinnerung daran, dass wir aufhören dürfen, zu erklären. Und anfangen dürfen, zu fühlen. Denn unsere Hunde sehen uns längst. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns auch selbst sehen.

👉 Willst du lernen, wie du deinem Hund Halt gibst – ohne Druck, sondern mit innerer Stärke? Dann entdecke unsere kostenlose Masterclass. Gerne möchten wir dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Warum dein Hund dich nicht aus Liebe versteht, Aufregung ist ansteckend- wie du mit kleinen Impulsen große Veränderungen bei deinem Hund bewirken kannst, Wut beim Gassigehen: Ein Morgen auf dem Feldweg

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Cheers,

Antje & Cristina

Warum dein Hund dich nicht „aus Liebe“ versteht

Du gehst jeden Tag mit ihm raus. Du gibst dir Mühe, achtest auf seine Bedürfnisse, wünschst dir Harmonie, Vertrauen, Verbindung. Und trotzdem zerrt er an der Leine, bellt andere Hunde an oder hört nicht, wenn du ihn rufst.

In dir taucht der Gedanke auf: „Warum macht er das? Liebt er mich nicht genug? Versteht er mich nicht? Ich geb’ doch mein Bestes …“

Kennst du das?

Wir Menschen neigen dazu, unsere Beziehungen – ob zu anderen Menschen oder zu unserem Hund – mit Erwartungen, Bildern und Bedingungen zu verknüpfen.
„Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann würdest du…“ ist dabei ein stiller Satz, der sich oft tief in unser Denken eingeschlichen hat – ohne dass wir ihn bewusst aussprechen. Und ohne dass wir merken, wie sehr er uns und unsere Verbindung belastet.

Dein Hund denkt nicht in Bedingungen. Aber du vielleicht.

Dein Hund lebt im Moment. Er bewertet dich nicht. Er stellt keine Bedingungen. Und er liebt dich sowieso – aber nicht auf die Weise, wie du dir das vielleicht vorstellst.
Er liebt dich nicht „weil du alles richtig machst“, sondern weil du bist, wie du bist. Und genau deshalb spürt er auch ganz genau, wenn du dich nicht mit dir selbst verbunden fühlst. Wenn du innerlich uneindeutig bist. Wenn du dir etwas vormachst. Oder wenn du ihn – bewusst oder unbewusst – für etwas verantwortlich machst, das eigentlich in dir selbst stattfindet.

Was du im Außen suchst, fehlt oft im Innen

Viele Menschen, die mit ihrem Hund an ihre Grenzen kommen, erzählen uns:

  • „Er hört einfach nicht, obwohl ich alles versucht habe.“
  • „Ich bin so geduldig, aber er macht trotzdem sein Ding.“
  • „Ich hab alles gelesen, jeden Trainer probiert – nichts hilft.“

Was diese Aussagen gemeinsam haben?
Sie basieren auf der Vorstellung, dass der Hund sich ändern muss. Dass er das Problem ist. Oder zumindest etwas im Außen.

Doch was wäre, wenn das eigentliche Problem nicht dein Hund ist, sondern das, was in dir abläuft, während du versuchst, alles richtig zu machen?

Was wäre, wenn nicht dein Hund unklar ist – sondern du?
Nicht, weil du unfähig bist. Sondern weil du mit einem Selbstbild lebst, das gar nicht mehr zu dir passt. Oder nie wirklich zu dir gepasst hat.

Selbstführung statt Fremderwartung

Du kannst nicht führen, wenn du dich selbst nicht spürst.
Du kannst nicht klare Grenzen setzen, wenn du Angst hast, dadurch abgelehnt zu werden.
Du kannst nicht gelassen reagieren, wenn du innerlich im Stress bist oder dir unbewusst etwas beweisen willst.

Das nennt man Selbstführung. Und sie beginnt nicht mit der Frage: „Wie bringe ich meinem Hund bei, mir zu folgen?“, sondern mit der Frage:
„Wie folge ich mir selbst eigentlich?“

Wie gehst du mit dir um, wenn du einen Fehler machst?
Wie sprichst du innerlich mit dir, wenn du unsicher bist?
Wie viel Raum gibst du deinen Gefühlen – oder unterdrückst du sie lieber?

Dein Hund ist nicht „gegen dich“. Er ist mit dir. Und er spiegelt dir, wo du gerade nicht bei dir bist.

Dein Selbstbild entscheidet, wie du führst

Viele Frauen leben mit einem inneren Bild von sich, das längst nicht mehr stimmig ist:

  • „Ich muss es allen recht machen, sonst bin ich nicht wertvoll.“
  • „Ich darf keine Fehler machen.“
  • „Ich muss stark, souverän und kompetent wirken – immer.“

Diese inneren Bilder laufen oft völlig unbewusst ab – und machen echten Kontakt schwer.
Denn: Dein Hund spürt, wenn du nicht echt bist. Wenn du dich verstellst. Wenn du funktionierst, statt zu führen.

👉 Selbstführung beginnt also mit der Entscheidung, dich selbst wieder ehrlich wahrzunehmen. Mit allem, was da ist: deinen Bedürfnissen, Grenzen, Unsicherheiten – und deiner inneren Wahrheit.

Erst wenn du dich selbst wieder „lesen“ kannst, kann dein Hund auch dich wieder lesen.

Warum dein Hund dir nicht folgt – obwohl er dich liebt

Hunde folgen nicht aus Mitleid. Nicht aus „Liebe“ im menschlichen Sinne. Und auch nicht, weil du dir so viel Mühe gibst.
Sie folgen, wenn du klar bist.
Wenn dein Inneres und dein Verhalten in Einklang sind. Wenn deine Stimme, deine Energie und deine Haltung übereinstimmen.

Du kannst fünfmal „Nein“ sagen – wenn dein innerer Zustand „Ich trau mich nicht wirklich“ sagt, spürt dein Hund das.
Du kannst ihn liebevoll rufen – wenn du innerlich sauer bist, wird er zögern.

👉 Deshalb ist deine innere Haltung der Schlüssel zu echter Verbindung.
Nicht Kontrolle. Nicht Konditionierung. Nicht Konsequenz um jeden Preis.

Sondern: Echtheit. Klarheit. Führung. Vertrauen.

So findest du zurück in deine stimmige Haltung

Hier sind 5 Fragen, die du dir ehrlich stellen darfst:

  1. Was wünsche ich mir von meinem Hund – und wofür bin ich selbst nicht bereit?
    (z. B. Klarheit, Konsequenz, Selbstvertrauen)
  2. Was will ich meinem Hund beibringen – aber lebe ich es selbst vor?
    (z. B. Ruhe, Vertrauen, Geduld)
  3. Wo mache ich meinen Hund (oder andere) verantwortlich für das, was ich selbst vermeiden will?
    (z. B. Entscheidungen treffen, Grenzen setzen)
  4. Wie spreche ich innerlich mit mir, wenn etwas nicht klappt?
    (Würde ich so mit meinem Hund reden?)
  5. Wer will ich wirklich sein – und was darf ich dafür loslassen?
    (Alte Geschichten, Erwartungen, Rollenbilder)

Zum Schluss: Dein Hund wartet nicht auf Perfektion. Sondern auf Echtheit.

Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Sondern ehrlich.
Nicht darum, jeden Impuls zu kontrollieren – sondern ihn wahrzunehmen und bewusst zu handeln.
Nicht darum, deinem Hund alles recht zu machen – sondern dich selbst so zu führen, dass er dir wieder vertrauen kann.

Denn dein Hund folgt nicht deinen Worten
sondern deiner inneren Haltung.

Wenn du bereit bist, dich auf diesen Weg zu machen – nicht nur mit deinem Hund, sondern vor allem mit dir selbst
dann bist du bei uns genau richtig.

Wir zeigen dir, wie echte Selbstführung aussieht.
Wie du alte Muster erkennst, innere Klarheit findest und eine Beziehung aufbaust, die nicht auf Kontrolle, sondern auf Vertrauen basiert.
Nicht nur mit deinem Hund. Sondern mit dir selbst.

Gerne möchten wir Dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Hunde und die Selsbterkenntnis, Die heilende Kraft deines Hundes

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Antje & Cristina

Aufregung ist ansteckend – wie du mit kleinen Impulsen große Veränderungen bei deinem Hund bewirken kannst

Aufregung ist ansteckend. Und zwar in beide Richtungen. Wie ein Ping-Pong-Spiel kann das laufen: zack – von dir zum Hund, zack – vom Hund zu dir zurück.

Wenn deine Anspannung zum Problem wird

Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Du bist gerade gestresst, weil du gedanklich schon drei Schritte weiter bist. Vielleicht hast du Angst, dass gleich etwas schiefgeht – zum Beispiel, weil ihr an einem anderen Hund vorbeigehen müsst, und du „weißt“ schon, dass dein Hund wieder ausflippen könnte.

Diese Spannung überträgt sich blitzschnell. Ohne dass du ein Wort sagen musst, ohne dass du an der Leine ziehst. Dein Hund spürt’s. Und wenn er sowieso schon „auf Kante genäht“ ist, kann genau diese Energie der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Das Ergebnis? Er bellt. Er zieht. Er springt. Er reagiert heftig. Du verlierst die Nerven.

Und dann? Bist du erst recht auf 180, dein Puls rast – und dein Hund merkt: Jetzt ist hier richtig was los. Also reagiert er noch aufgeregter. Ein Teufelskreis.

Der Ping-Pong-Ball dreht sich auch andersherum

Aber dieser Ping-Pong-Ball kann auch in die andere Richtung gehen.

Wenn dein Hund gerade nervös ist, überdreht oder völlig aus dem Häuschen, fällt es dir wahrscheinlich schwer, ruhig zu bleiben. Sein Verhalten steckt dich an. Dein Herz klopft schneller, du wirst angespannter. Vielleicht ziehst du unbewusst die Schultern hoch oder hältst den Atem an. Du denkst: „Nicht jetzt! Bitte reiß dich zusammen!“

Doch genau das bewirkt das Gegenteil. Dein Hund spürt deine Unsicherheit – und interpretiert sie als Bestätigung, dass etwas wirklich schlimm oder gefährlich sein muss.

Der Weg raus aus der Spirale: zurück zu dir kommen

Zum Glück gibt es einen kleinen Ausweg. Einen, den du immer dabeihast, der nichts kostet und kein Training braucht. Nur ein paar Sekunden deiner Aufmerksamkeit.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund gerade aufgeregter ist als sonst, nicht richtig zuhört oder ihr euch einer Situation nähert, die potenziell schwierig werden könnte – nimm dir drei Sekunden.

Wirklich. Nur drei Sekunden.

Die 3-Sekunden-Übung

  1. Atme dreimal tief aus. Nicht ein – aus!
  2. Lass beim Ausatmen bewusst deine Schultern sinken.
  3. Spür kurz deine Fußsohlen auf dem Boden.

Das ist alles.

Klingt lächerlich einfach, oder? Ist es auch. Aber gerade diese Einfachheit macht es so kraftvoll.

Denn in diesen drei Sekunden passiert etwas Wesentliches:

  • Du kommst zurück in deinen Körper
  • Raus aus dem Kopf
  • Raus aus dem Stress
  • Raus aus der Spirale

Und genau das verändert deine Ausstrahlung. Dein Hund merkt sofort: „Ah, sie ist ruhig. Dann kann ich das auch sein.“

Warum drei Sekunden manchmal nicht reichen

Natürlich ist das nicht die magische Lösung für jedes Problem. Bei Mind & Lead zeigen wir immer wieder: Du beeinflusst deinen Hund durch deine Gedanken, Emotionen und durch dein Verhalten – aber auch dein Hund triggert dich mit seinem Verhalten im Außen. Sei ihm dafür dankbar, denn so kommst du an deinen wahren Kern und kannst erkennen, welche alten Muster, Glaubenssätze und Blockaden er gerade bei dir „anspricht“.

Das heißt auch: Wenn Aufregung bei euch beiden immer wieder ein Thema ist, steckt meist mehr dahinter.

Der körperliche Impuls – also das tiefere Ausatmen, das Spüren der Füße, das Lockern der Schultern – kann nur wirken, wenn er auf einen innerlich ruhigeren Grund trifft. Doch was, wenn dieser Grund ständig in Aufregung ist?

Die tieferen Ursachen verstehen

Viele Hunde leben in einer Umwelt, die sie regelmäßig überfordert: zu viele Reize, zu wenig Schutz, zu viel Druck. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen innerlich überfordert, gefordert, gehetzt.

Kein Wunder, dass da die Aufregung auf beiden Seiten immer wieder hochkocht.

Aufregung verstehen – statt nur regulieren

Deshalb gehen wir bei Mind & Lead einen Schritt weiter. Wir schauen nicht nur auf das Verhalten deines Hundes, sondern vor allem auf dich.

Die wichtigen Fragen sind:

  • Was stresst dich gerade wirklich?
  • Was bringt dich aus dem Gleichgewicht?
  • In welchen Momenten wünschst du dir mehr Gelassenheit – und was hält dich davon ab?

Das Ziel: ein Alltag in Verbindung – nicht im Kampf

Es geht nicht darum, dass du immer perfekt gelassen sein musst. Wir wissen selbst, wie herausfordernd das Leben sein kann. Gerade, wenn du viel um die Ohren hast, vielleicht Familie, Arbeit, Hund und noch ein paar unverarbeitete Altlasten mit dir trägst.

Es geht darum, kleine Pausen einzubauen, in denen du bei dir selbst ankommst. Damit du deinem Hund den Rahmen geben kannst, den er braucht, um sich sicher zu fühlen.

Nicht durch Kommandos. Nicht durch Strenge. Sondern durch deine Präsenz.

Denn dein Hund spürt deine Stimmung:

  • Deine Aufregung – aber auch deine Ruhe
  • Deine Angst – aber auch dein Vertrauen
  • Deine Kontrolle – aber auch dein Loslassen

Was unsere Klientinnen erleben

Unsere Klientinnen berichten oft, wie viel sich schon verändert hat, nur weil sie begonnen haben, sich selbst bewusster zu spüren.

Sie sagen Sätze wie:

  • „Die Hündin ist viel entspannter und wir erleben den Tag gemeinsam ohne Störungen“
  • „…zu erkennen, wie unser… wie unser unbewusstes Verhalten vermeintliches Fehlverhalten manchmal sogar provoziert.“
  • „Das ist ein tolles Erfolgserlebnis, das mich antreibt, dranzubleiben.“
  • „Der Hund ist in den seltensten Fällen gestört, sondern führt immer nur aus, was im Besitzer vor sich geht.“

Und genau darum geht es. Wieder da sein. In dir. Damit dein Hund dich spüren kann – als sicheren Anker, als ruhenden Pol.

Dein erster Schritt: 3 Sekunden, dein Körper, deine Energie

Unser Tipps für dich:

  • Wenn du das nächste Mal merkst, dass dein Hund unruhig wird – nimm dir 3 Sekunden
  • Wenn du das Gefühl hast, du wirst gleich wütend, ängstlich oder angespannt – nimm dir 3 Sekunden
  • Wenn du im Alltag unter Strom stehst – nimm dir 3 Sekunden

Und dann: Ausatmen. Schultern locker lassen. Fußsohlen spüren.

Es ist so simpel. Und gleichzeitig so wirkungsvoll

Wenn du tiefer verstehen möchtest, wie du und dein Hund aus diesem Kreislauf der Aufregung aussteigen könnt, und wie du nachhaltig mehr Gelassenheit in euren Alltag bringst, dann stöbere gerne auf unserer Webseite. Dort erfährst du mehr über unseren ganzheitlichen Ansatz -für dichund für deinen Hund.

Gerne möchten wir Dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hundes beeinflusst, Die Wahrheit über dich und deinen Hund, Hunde und die Selbsterkenntnis

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Wir freuen uns auf dich. Und dein Hund wird es dir danken.

Cheers,
Antje & Cristina

SELBSTBEWUSST statt machtlos

Selbstbewusst statt machtlos: Wie Du die Führung übernimmst – und Dein Hund Dir mit Freude folgt

Kennst Du das Gefühl, wenn Dein Hund Dich einfach nicht „zu hören“ scheint?

Du rufst ihn – und er schaut Dich nicht mal an.
Ihr geht spazieren – und er zieht an der Leine, als hätte er das Kommando.
Du versuchst ruhig zu bleiben, hast schon so viele Tipps gelesen, Methoden ausprobiert, Kurse besucht…
Und trotzdem fühlst Du Dich manchmal wie im falschen Film.
Als würde er bestimmen, wie Euer Tag läuft – nicht Du.

Und ganz ehrlich?
Das ist verdammt frustrierend.
Ein Spaziergang, der eigentlich leicht und freudvoll sein sollte, wird zur Belastung.
Du fühlst Dich hilflos, machtlos – vielleicht sogar klein und überfordert.

Doch weißt Du was?
Du bist nicht allein mit diesem Gefühl. Und: Es geht nicht darum, ob Du „alles richtig machst“ – es geht um etwas viel Tieferes.

Denn:
Dein Hund spürt Deine innere Haltung. Und Du spürst seine.
Ihr seid miteinander verbunden – viel enger, als Du vielleicht denkst.

Wenn Du unsicher bist, wird er das spiegeln.
Wenn Du Ruhe und Klarheit ausstrahlst, wird er sich daran orientieren.
Und umgekehrt: Wenn Dein Hund nervös ist, unsicher oder „aus dem Ruder läuft“, kann genau das Dein Spiegel sein.

Euer Miteinander ist keine Einbahnstraße.
Es ist ein Tanz – geführt von Eurer Energie, Eurem Vertrauen, Eurer Verbindung.

Wenn Dein Hund die Führung übernimmt – was wirklich dahintersteckt

Stell Dir vor:
Ihr seid unterwegs, alles ist ruhig – bis plötzlich ein anderer Hund auftaucht.
Dein Hund wird aufgeregt, zieht, bellt. Du versuchst, ihn zu beruhigen.
Aber innerlich brodelt es vielleicht auch in Dir: Ärger, Unsicherheit, Hilflosigkeit.

Und auf einmal ist sie da – diese alte Frage:
„Warum hört er nicht auf mich?“
Oder schlimmer:
„Was stimmt nicht mit mir?“

Diese Gedankenspirale ist vielen vertraut. Und sie führt oft weg vom Vertrauen – hin zum inneren Rückzug.

Doch statt noch mehr Druck aufzubauen, darfst Du Dir etwas ganz anderes erlauben:
Hinschauen. Fühlen. Und verstehen.

Nicht: Was macht mein Hund falsch?
Sondern: Was spiegelt er mir gerade? Was ist in mir los?

Denn: Hunde leben im Moment. Sie lesen unsere Körpersprache, unsere Energie, unsere Gedanken – auch unausgesprochen.

Sie sind keine Rebellen, die uns „ärgern“ wollen.
Sie sind Spiegel.
Verstärker.
Und manchmal auch Lehrer, die uns zeigen, wo in uns selbst noch Unsicherheit wohnt.

Vom Gefühl der Machtlosigkeit zurück in Deine Kraft

Der Wendepunkt beginnt nicht im Hundetraining.
Er beginnt in Dir.

✨ In Deiner inneren Haltung.
✨ In Deiner Selbstwahrnehmung.
✨ In dem, wie Du über Dich denkst – und wie Du fühlst.

Selbstbewusste Führung heißt nicht: laut sein, durchgreifen, Kommandos geben.
Es heißt: bei Dir ankommen.
Klar sein. Ruhig sein.
Wirklich da sein.

Denn Führung entsteht nicht durch Kontrolle.
Sondern durch Präsenz.

8 Schritte zu einer neuen Verbindung – mit Dir und Deinem Hund

1. Erkenne Deine innere Stärke

Du bist nicht machtlos.
Auch wenn es sich manchmal so anfühlt – in Dir liegt so viel mehr Kraft, als Du gerade siehst.
Dein Hund möchte sich an Dir orientieren.
Aber er braucht das klare Signal: „Ich bin da. Ich sehe Dich. Ich führe Dich mit Ruhe und Herz.“

Führung beginnt mit dem Bewusstsein: Ich darf führen. Ich kann das.

2. Spüre, was Du ausstrahlst

Dein Hund reagiert nicht auf Deine Worte – er reagiert auf Deine Energie.
Auf Deine Körpersprache. Deinen inneren Zustand.

Wenn Du nervös bist, hektisch oder unsicher, „sprichst“ Du das – auch ohne Worte.

Deshalb: Spüre in Dich hinein.
Wie geht es Dir wirklich, wenn Ihr draußen unterwegs seid?
Was trägst Du in Dir, das Dein Hund vielleicht für Dich ausdrückt?

3. Entscheide Dich für innere Klarheit

Statt in Stresssituationen automatisch zu reagieren, halte kurz inne.
Atme.
Frag Dich:
„Wie will ich mich jetzt fühlen?“
„Wie möchte ich meinem Hund begegnen?“
„Wie würde mein souveränes Ich jetzt handeln?“

Du musst nicht perfekt sein.
Nur präsent.

4. Sei klar – nicht streng

Führung braucht keine Härte.
Sie braucht Entschlossenheit mit Herz.

Sag klar, was Du möchtest. Bleib konsequent. Aber bleib auch verbunden.
Hunde folgen dem, was authentisch und ehrlich ist – nicht dem, was laut ist.

5. Vertraue Dir – damit Dein Hund Dir vertrauen kann

Je mehr Du innerlich bei Dir bist, desto leichter wird es, dass Dein Hund sich an Dir orientiert.
Nicht, weil er „muss“, sondern weil er will.
Weil er Deine Sicherheit spürt – und sich darin entspannen kann.

6. Nutze kleine Rituale für Deine innere Balance

Ein bewusster Atemzug vor dem Spaziergang.
Ein kurzer Moment der Dankbarkeit nach dem gemeinsamen Tag.
Ein Gespräch mit Dir selbst: „Ich mach das gut. Ich wachse. Ich bin bereit, zu führen.“

Diese kleinen Momente sind wie Anker – für Dich und für Deinen Hund.

7. Habe Geduld mit Dir selbst

Du bist auf dem Weg.
Und auf diesem Weg wirst Du wachsen – manchmal leise, manchmal mit Rückschritten.
Aber jeder Schritt zählt.

Auch Dein Hund darf auf diesem Weg mit Dir lernen.
Ihr seid ein Team. Kein Wettbewerb. Keine Prüfung. Sondern ein Miteinander, das reift.

8. Lass Dich begleiten

Manchmal braucht es einen Blick von außen, eine sanfte Führung, ein gemeinsames Hinschauen.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
Wir begleiten Dich – mit Herz, Erfahrung und dem Wissen, dass echte Veränderung von innen kommt.
Für Dich. Für Deinen Hund. Für Euch.

Fazit: Deine innere Haltung ist der Schlüssel

Dein Hund folgt Dir nicht blind.
Er folgt dem, was Du wirklich ausstrahlst.
Und wenn das Ruhe, Klarheit und Vertrauen ist – dann ist das der Boden für eine neue Verbindung.

Du brauchst keine neue Methode.
Du brauchst Dich.
Mit Deinem echten Selbst, Deinem Mut, Deiner inneren Kraft.

Dein Hund zeigt Dir, was in Dir schlummert.
Und Du darfst ihn darin führen – liebevoll, klar und in Verbindung.

🌱 Selbstbewusst statt machtlos.
🌱 Ehrlich statt perfekt.
🌱 Verbunden statt kontrollierend.

Gerne möchten wir Dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hundes beeinflusst, Gelassenheit als tägliche Gewohnheit, Selbstvertrauen, Hunde und Selbstkenntnis

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Du bist der Schlüssel.
Und Dein Hund zeigt Dir, wo Dein Weg beginnt.

Wir gehen ihn gerne mit Dir.

Cheers,

Antje & Cristina

Selbstvertrauen

Selbstvertrauen

Selbstvertrauen – was bedeutet das eigentlich? Es ist das tiefe Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten und deinen eigenen Wert – ein Gefühl, das unabhängig von äußeren Umständen oder der Meinung anderer bestehen kann. Es bedeutet, dich selbst so gut zu kennen und anzunehmen, dass du auch in herausfordernden Momenten innerlich stabil bleibst. Selbstvertrauen ist daher ein wesentlicher Bestandteil deines Selbstwertgefühls und beeinflusst, wie du handelst, Entscheidungen triffst und auf Veränderungen reagierst.

Selbstvertrauen

Du kannst dir Selbstvertrauen wie einen inneren Anker vorstellen, der dir auch in stürmischen Zeiten Halt gibt. Diese innere Stabilität bewirkt, dass du mit einer ruhigen Kraft durchs Leben gehst und weniger von äußeren Einflüssen beeinflusst wirst. Ein starkes Selbstvertrauen schenkt dir die Freiheit, gelassen und beständig zu bleiben – unabhängig davon, wie sich die Umstände um dich herum entwickeln.

In deinen Beziehungen, sei es zu Menschen oder zu deinem Hund, wirkt sich diese innere Stabilität spürbar aus. Menschen, die sich selbst sicher und ruhig fühlen, bieten ihrem Umfeld sowie ihrem Hund eine verlässliche Basis. In zwischenmenschlichen Beziehungen stärkt diese Gelassenheit das Vertrauen, während Hunde sich besonders an der Stabilität ihres Menschen orientieren und daraus Sicherheit schöpfen. Wenn du in dir selbst ruhst, vermittelst du sowohl anderen Menschen als auch deinem Hund ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Die Bedeutung von Selbstvertrauen für deine Beziehungen

Selbstvertrauen ist nicht nur für dich persönlich von Vorteil, sondern wirkt sich direkt auf deine Beziehungen zu anderen aus. Menschen, die in sich ruhen und sich ihrer selbst sicher sind, strahlen eine Souveränität und Gelassenheit aus. Diese innere Stabilität ist für dein Umfeld spürbar und schafft Vertrauen, weil sie Beständigkeit und Verlässlichkeit signalisiert.

In zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt sich Selbstvertrauen darin, dass du in der Lage bist, dich authentisch und offen zu zeigen, ohne Angst vor Ablehnung oder Urteil. Wenn du dich selbst wertschätzt, fällt es dir leichter, die Meinung anderer als bereichernd anzusehen, anstatt dich von ihr verunsichern zu lassen. Ein selbstbewusster Mensch fühlt sich weniger gezwungen, sich zu verteidigen oder sich ständig beweisen zu müssen – und das schafft Raum für tiefere, ehrlichere Verbindungen zu anderen. Diese Form von Selbstvertrauen bildet eine starke Grundlage für Beziehungen, die von gegenseitigem Respekt und Verständnis geprägt sind.

Deine Freundschaften, Partnerschaften und Begegnungen gewinnen an Tiefe, weil du ein Gefühl der Sicherheit ausstrahlst, das Vertrauen und Nähe fördert.

Selbstvertrauen und die Verbindung zu deinem Hund

Diese innere Stabilität hat nicht nur Einfluss auf deine Beziehungen zu anderen Menschen, sondern wirkt sich auch auf die Bindung zu deinem Hund aus. Hunde sind sehr feinfühlige Tiere und nehmen deine Stimmung, Körpersprache und Emotionen oft intensiver wahr, als dir bewusst ist. Wenn du in dir selbst ruhst, dich selbst sicher fühlst und mit Gelassenheit auf die Welt blickst, spürt dein Hund das.

Diese Ruhe gibt ihm das Gefühl, dass alles in Ordnung ist und er sich entspannen kann. In Momenten der Unsicherheit oder des Stresses sucht dein Hund Orientierung – und zwar bei dir. Er liest dich, nimmt deine Energie auf und reagiert darauf. Bist du innerlich ruhig und klar, überträgt sich diese Gelassenheit auf ihn. Doch wenn in dir Unruhe, Zweifel oder Anspannung schlummern, wird dein Hund sie gnadenlos sichtbar machen. Denn er spiegelt nicht nur das, was du zeigen willst, sondern das, was du wirklich fühlst – und das, was deine Gedanken und Emotionen ausstrahlen.

Zu 95 % bist du die Ursache für das Verhalten deines Hundes. Dein Hund folgt dir nicht einfach nur – er folgt deiner inneren Haltung. Wenn du Klarheit, Ruhe und Souveränität ausstrahlst, kann er sich entspannen und dir vertrauensvoll folgen. Doch wenn du unsicher, angespannt oder unentschlossen bist, wird dein Hund dieses innere Chaos widerspiegeln. Deshalb beginnt eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung nicht mit der Erziehung des Hundes, sondern mit deiner eigenen inneren Klarheit.

Prinzipien des Selbstvertrauens – Kleine Schritte mit großer Wirkung

Selbstvertrauen ist keine Eigenschaft, die du über Nacht erlangst – es ist ein Prozess, der in vielen kleinen, bewussten Schritten wächst. Indem du dich im Alltag regelmäßig selbst herausforderst und kleine Ziele erreichst, stärkst du dein Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten. Dieser Prozess muss nicht mit großen, außergewöhnlichen Erfolgen einhergehen – oft sind es gerade die kleinen Schritte, die auf Dauer eine beständige Basis für dein Selbstvertrauen bilden.

Sich selbst kleine Versprechen geben und einhalten

Eine der einfachsten und wirkungsvollsten Methoden, um Selbstvertrauen zu stärken, ist es, dir selbst kleine Versprechen zu geben und diese auch zu halten. Das können einfache Dinge sein: Jeden Tag ein paar Minuten für eine Achtsamkeitsübung, dir bewusst eine kurze Pause gönnen oder abends drei Dinge aufzuschreiben, die gut gelaufen sind. Indem du deine eigenen Versprechen einhältst, stärkst du das Vertrauen in dich selbst – du erlebst dich als verlässlich und beginnst, deine Fähigkeiten mehr zu schätzen.

Erfolge bewusst wahrnehmen und würdigen

Oft übersehen wir unsere eigenen kleinen Erfolge, weil wir denken, sie seien nicht wichtig genug. Doch gerade diese kleinen Schritte sind es, die dein Selbstvertrauen nach und nach aufbauen. Wenn du dir beispielsweise vorgenommen hast, mehr Wasser zu trinken oder jeden Morgen für fünf Minuten an die frische Luft zu gehen, ist es wichtig, diese Erfolge bewusst wahrzunehmen. Sie sind ein Zeichen dafür, dass du für dich selbst sorgst und dich weiterentwickelst.

Sich realistische Ziele setzen und sich selbst erlauben, Fehler zu machen

Ein starker Baustein des Selbstvertrauens ist die Fähigkeit, sich realistische, erreichbare Ziele zu setzen. Wenn du dir zu hohe Erwartungen auferlegst, kann das schnell zu Frustration führen. Durch erreichbare Ziele lernst du dagegen, dass du erfolgreich handeln kannst, was dein Vertrauen in dich selbst stärkt. Gleichzeitig solltest du dir die Freiheit geben, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen – denn auch das gehört zum Prozess des Selbstvertrauensaufbaus dazu.

Fazit: Selbstvertrauen als Schlüssel zu innerer Stärke und Gelassenheit

Selbstvertrauen ist mehr als ein bloßes Gefühl – es ist ein kraftvoller innerer Anker, der dir auch in unruhigen Zeiten Stabilität schenkt. Es wächst nicht allein durch große, sichtbare Erfolge, sondern durch die vielen kleinen Schritte, die du jeden Tag bewusst für dich selbst gehst. Jedes Versprechen, das du dir gibst und einhältst, stärkt dein Vertrauen in dich selbst. So baust du nach und nach die innere Ruhe auf, die dich gelassen und sicher durch den Alltag trägt.

Dieses Vertrauen ist nicht nur ein persönlicher Gewinn, es bereichert auch deine Beziehungen und strahlt auf deinen Hund aus. Dein Hund orientiert sich an deiner inneren Stabilität und fühlt sich durch deine Gelassenheit sicher und geborgen.

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Antje & Cristina

Kommunikation

Erfolgreiche Kommunikation mit Deinem Hund: Erfahre, warum sie nicht nur auf Worten basiert, sondern von Stimme, Körpersprache und Emotionen geprägt ist. Finde heraus, wie Du durch klare Absichten, Nähe und Achtsamkeit die Verbindung zu Deinem Hund vertiefst und Missverständnisse vermeidest. Tipps für harmonische Ergebnisse und eine starke Mensch-Hund-Beziehung.

Kommunikation – der Schlüssel zu einer harmonischen Beziehung mit Deinem Hund. Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum es manchmal so schwierig ist, Deinem Hund verständlich zu machen, was Du von ihm möchtest? Oder warum er in gewissen Situationen immer wieder „blöd“ reagiert, obwohl Du Dir fest vorgenommen hast, es diesmal anders zu machen? Die Antwort liegt in der Kommunikation – und die ist viel mehr als nur Worte.

Was bedeutet Kommunikation eigentlich?

Wenn wir über Kommunikation sprechen, denken die meisten von uns automatisch an Sprache – an die Worte, die wir benutzen. Doch Worte machen nur etwa 7% der gesamten Kommunikation aus! Der Rest besteht aus nonverbalen Signalen: Deine Lautstärke, Deine Mimik, Deine Gestik und sogar Deine Kleidung senden Botschaften. Kommunikation ist also nicht nur das, was Du sagst, sondern wie Du es sagst. Sie ist der Austausch von Energie, von Stimmungen, und genau diese Energie spürt Dein Hund.

Dein Hund kann nicht sprechen, aber er ist ein Meister darin, Deine Stimmung und Deine Körpersprache zu lesen. Er weiß genau, ob Du entspannt, gestresst oder frustriert bist – und er reagiert darauf. Deshalb geht es bei erfolgreicher Kommunikation nicht nur um das, was Du sagst, sondern vor allem darum, dass all Deine Bereiche – Stimme, Körper, Emotionen – im Einklang sind.

Warum ist Kommunikation der Schlüssel für unser Glück (oder Leid)?

Erfolgreiche Kommunikation schafft Harmonie, Klarheit und Nähe zwischen Dir und Deinem Hund. Sie sorgt dafür, dass Ihr beide auf einer Wellenlänge seid, dass Dein Hund versteht, was Du von ihm willst, und dass Du seine Reaktionen richtig deutest. Wenn Kommunikation jedoch misslingt, führt das zu Missverständnissen, Frustration und manchmal auch zu einem angespannten Verhältnis.

Schauen wir uns ein Beispiel an: Du gehst mit Deinem Hund spazieren und weißt, dass um die Ecke eine Katze wohnt, die Dein Hund immer wieder aufregt. Du spürst schon, wie Du innerlich angespannter wirst, je näher Ihr der Stelle kommt. Dein Hund merkt das natürlich sofort. Ohne dass Du es aussprichst, registriert er Deine Anspannung, Deine veränderte Haltung und reagiert entsprechend – und wird „blöd“, sobald er die Katze sieht. Du denkst vielleicht: „Er macht das absichtlich, um mich zu ärgern.“ Aber die Wahrheit ist: Er reagiert nur auf das, was er von Dir aufnimmt.

Erfolgreiche Kommunikation: Harmonie, Klarheit, Nähe und positive Ergebnisse

Damit Kommunikation wirklich funktioniert, müssen all Deine Bereiche konsistent sein. Das bedeutet, Deine Absicht, Deine Emotionen und Deine Körpersprache müssen übereinstimmen. Dein Hund spürt sofort, wenn Du innerlich unsicher bist, aber nach außen hin versuchst, ruhig und selbstsicher zu wirken. Diese Unstimmigkeit sorgt für Verwirrung bei Deinem Hund und führt oft dazu, dass er nicht so reagiert, wie Du es Dir wünschst.

Stell Dir vor, Du stehst mit einem breiten Lächeln vor Deinem Hund, Deine Stimme ist ruhig und freundlich, aber innerlich brodelt es. Dein Hund merkt das! Erfolgreiche Kommunikation bedeutet, dass Du bewusst auf Deine innere Haltung achtest. Wenn Du in Dir selbst Ruhe und Klarheit schaffst, wird sich das auch auf Deinen Hund übertragen.

Hürden in der Kommunikation: Wenn vorgefertigte Bilder im Weg stehen

Ein häufiges Hindernis in der Kommunikation mit Deinem Hund ist das vorgefertigte Bild, das Du in bestimmten Situationen im Kopf hast. Du gehst davon aus, dass Dein Hund sich auf eine bestimmte Weise verhalten wird – weil er das in der Vergangenheit immer so gemacht hat. Zum Beispiel denkst Du: „An dieser Stelle wird mein Hund immer nervös, weil da die Katze wohnt.“ Durch diese Erwartungshaltung beeinflusst Du die Situation unbewusst – und Dein Hund reagiert genauso, wie Du es erwartet hast. Das ist kein Zufall, sondern ein Spiegel dessen, was Du innerlich aussendest.

Um diese Hürde zu überwinden, ist es wichtig, dass Du Dich in jeder Situation neu ausrichtest. Frag Dich: Wie ist die Lage gerade wirklich? Was ist meine Absicht? Wie möchte ich, dass diese Situation abläuft? Sei bereit, alles von Deiner Seite aus zu tun, um ein neues Ergebnis zu erzielen. Denn wenn Du immer wieder in das alte Muster zurückfällst, kannst Du auch keine Veränderung erwarten.

Was kannst Du tun, um die Kommunikation mit Deinem Hund zu verbessern?

Der erste Schritt zu einer besseren Kommunikation ist, bewusst wahrzunehmen, was gerade jetzt geschieht. Oft agieren wir auf Autopilot, weil wir meinen, schon zu wissen, wie eine Situation ablaufen wird. Doch Dein Hund lebt im Hier und Jetzt – er reagiert auf das, was Du im Moment ausstrahlst. Wenn Du in alten Mustern gefangen bist, wird auch Dein Hund in seinem Verhalten steckenbleiben.

Was kannst Du also konkret tun?

1. Anerkennen, was gerade ist: Nimm bewusst wahr, wie die Situation im Moment aussieht. Welche Stimmung bringst Du mit? Was spürt Dein Hund von Dir? Werde Dir klar darüber, dass Dein Hund nicht aus Trotz oder Böswilligkeit handelt, sondern einfach auf Deine Signale reagiert.
2. Eine klare Absicht formulieren: Überlege, wie Du die Situation gerne hättest. Anstatt innerlich unruhig zu werden, weil Du erwartest, dass Dein Hund bei der nächsten Begegnung wieder „blöd“ reagiert, formuliere eine neue Absicht: Ich bleibe ruhig und entspannt, und mein Hund bleibt an meiner Seite.
3. Aus alten Mustern ausbrechen: Wenn Du weißt, dass Dein Hund in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Weise reagiert, probiere bewusst etwas Neues aus. An der Stelle, an der Dein Hund sonst immer unruhig wird, verhalte Dich anders – sei es durch eine neue Kommandos, eine veränderte Haltung oder einen anderen Tonfall.
4. Neues Verhalten üben: Wenn Du möchtest, dass Dein Hund auf eine neue Art reagiert, musst Du das neue Muster immer wieder in verschiedenen Situationen trainieren. Bleib geduldig und sei konsequent – Veränderung braucht Zeit.
5. Vertraue Deinem Hund: Dein Hund handelt nicht, um Dich zu ärgern. Er reagiert auf Dich und das, was Du ausstrahlst. Wenn Du Dich veränderst, wird auch Dein Hund sich verändern. Das kann weh tun, weil es uns zeigt, dass das Verhalten unseres Hundes oft eine direkte Reaktion auf uns selbst ist. Aber genau hier liegt die Chance zur Verbesserung.

Erfolgreiche Kommunikation – Schritt für Schritt

1. Damit die Kommunikation zwischen Dir und Deinem Hund funktioniert und Euch beide glücklich macht, gibt es ein paar wichtige Punkte, die Du beachten kannst:
2. Übernimm Verantwortung für die Ergebnisse: Das, was Du mit Deinem Hund erlebst, ist das Ergebnis Deiner eigenen Signale. Wenn Du möchtest, dass Dein Hund anders reagiert, darfst Du zuerst bei Dir selbst anfangen.
3. Kommuniziere eine klare Absicht: Sei Dir bewusst, was Du von Deinem Hund möchtest, und sei konsequent in Deiner Kommunikation.
4. Schaffe Nähe: Dein Hund braucht Deine Nähe, um zu verstehen, was Du von ihm möchtest. Je besser Eure Bindung ist, desto leichter wird die Kommunikation.
5. Sei wertschätzend: Dein Hund gibt sein Bestes. Auch wenn es manchmal nicht so aussieht, er möchte Dich verstehen. Achte darauf, dass Du ihn immer respektvoll behandelst.
6. Wähle Freude und Verbindung statt Frust und Wut: Je positiver Du auf Deinen Hund zugehst, desto besser wird Eure Kommunikation funktionieren. Freude schafft eine Verbindung, die Worte alleine nicht herstellen können.

Wenn Du diese Punkte beachtest, wirst Du merken, wie Eure Kommunikation sich verbessert und Eure Beziehung immer harmonischer wird. Dein Hund ist Dein Spiegel – er reagiert auf das, was Du ausstrahlst. Nutze diese Erkenntnis, um eine tiefere Verbindung zu ihm aufzubauen und die Kommunikation zu verbessern.

Gerne möchten wir Dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hundes beeinflusst.

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Cheers,

Antje & Cristina