Hast du manchmal ein schlechtes Gewissen deinem Hund gegenüber?

Kennst du das – dieses leise Ziehen im Bauch, wenn du deinen Hund ansiehst? Er liegt auf seiner Decke, schaut dich mit großen Augen an, während du denkst: „Ach Schatz, du kommst heute wieder zu kurz…“ Oder du fährst morgens zur Arbeit und spürst dieses kleine Stechen: „Du bist so lang allein. Ich würd’ dir so gern mehr bieten.“

Und schon ist es da – das schlechte Gewissen Hund. Ein stiller Begleiter vieler Hundemamas, der sich besonders dann zeigt, wenn man eigentlich alles richtig machen will.

Wenn du dich darin wiedererkennst: Du bist so, so nicht allein. Im Gegenteil – es sind oft die engagiertesten, liebevollsten Frauen, die dieses Gefühl kennen. Die, die sich Gedanken machen. Die, die Verantwortung übernehmen. Die, die ihren Hund als echtes Familienmitglied sehen.

Und trotzdem immer wieder denken: „Ich könnte mehr. Ich müsste anders. Ich sollte besser.“

Aber weißt du was? Das schlechte Gewissen ist kein Beweis für Liebe. Es ist ein Zeichen von innerem Druck. Und genau dieser Druck steht zwischen dir und der Leichtigkeit, nach der du dich sehnst – und die auch dein Hund spürt.

Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen beim Hund: Warum du nicht härter, sondern liebevoller mit dir sein darfst

Ich höre immer wieder: „Ich hab ständig das Gefühl, ich mach’s nicht gut genug. Ich streng mich so an – und trotzdem hab ich das Gefühl, es reicht nicht.“

Und fast immer sind es genau die Frauen, die alles geben. Die, die nach Feierabend noch schnell eine Runde drehen, obwohl sie selbst eigentlich müde sind. Die, die sich in Büchern, Podcasts und Reels verlieren, auf der Suche nach dem Tipp, wie es endlich harmonischer läuft. Die, die sich innerlich zerrissen fühlen zwischen „Ich will alles richtig machen“ und „Ich kann einfach nicht mehr“.

Es ist dieser innere Konflikt, der zermürbt. Denn du spürst, dass du dich bemühst – aber du glaubst, es reicht trotzdem nicht.

Und das ist der Punkt, an dem Mind & Lead ansetzt: Nicht im Verhalten des Hundes, sondern in deiner inneren Welt. Denn dein Hund reagiert nicht auf deine To-do-Liste, sondern auf deinen inneren Zustand.

Die zwei Hauptgründe für ein schlechtes Gewissen beim Hund (und was wirklich dahinter steckt)

Wenn wir genauer hinspüren, tauchen immer wieder zwei Grundmuster auf:

1. „Ich tue nicht genug.“

Viele Frauen tragen ein schlechtes Gewissen Hund in sich, besonders an Tagen, an denen der Alltag voll ist. Du kommst von der Arbeit, warst den ganzen Tag präsent für andere – im Job, für die Familie, vielleicht auch für Freunde – und dann wartet da dein Hund.

Du setzt dich auf die Couch, er legt den Kopf auf dein Bein, und sofort meldet sich diese Stimme: „Ach Mensch, heute war’s wieder zu wenig. Nur der kurze Spaziergang, kein richtiges Training, keine Kopfspiele…“

Und zack ist da das Gefühl: Ich enttäusche ihn.

Aber lass uns ehrlich sein: Dein Hund wünscht sich keine Dauerbespaßung. Er braucht keine endlosen Action-Tage, kein Entertainment-Programm.

Was er wirklich braucht, bist du – in deiner echten Präsenz. Nicht gestresst, nicht mit halbem Kopf beim nächsten Termin, sondern einfach: da.

Er braucht Momente, in denen du wirklich bei dir bist. Denn Hunde spüren, wenn du innerlich gehetzt bist – selbst, wenn du äußerlich lächelst.

Und vielleicht merkst du selbst: An Tagen, wo du innerlich ruhig und verbunden bist, ist dein Hund ausgeglichener – auch wenn der Spaziergang kürzer war. Weil er sich an deiner Energie orientiert, nicht an der Streckenlänge.

Also frag dich nicht: „Hab ich genug gemacht?“ Sondern lieber: „War ich heute verbunden – mit mir und mit ihm?“

Denn das ist das, was zählt. 💛

2. „Ich hab so viel falsch gemacht.“

Das schlechte Gewissen Hund zewigt sich oft, wenn wir rückblickend denken, wir hätten es besser machen können. Vielleicht denkst du an Situationen zurück, in denen du zu ungeduldig warst. Oder du erinnerst dich an Ratschläge, denen du vertraut hast – nur um später zu merken: Das war gar nicht meins.

Manchmal ist es auch der Blick zurück auf den Anfang: „Hätte ich es damals anders gemacht, wäre heute vieles leichter.“

Doch weißt du, was ich dir von Herzen sagen will? Du hast es damals so gemacht, wie du es konntest – mit dem Wissen, der Kraft und der Liebe, die dir damals zur Verfügung stand.

Das ist kein Fehler. Das ist Menschsein.

Und Entwicklung bedeutet nicht, dass du nie Fehler machst – sondern dass du bereit bist, daraus zu wachsen.

In der Arbeit mit Mind & Lead geht es nie darum, Schuld zu suchen. Sondern Bewusstsein zu schaffen. Zu erkennen: „Aha, da hab ich aus Stress gehandelt – nicht aus Klarheit.“ „Da hab ich mich selbst übergangen – kein Wunder, dass mein Hund das gespürt hat.“

Nicht, um dich kleinzumachen. Sondern um dich wieder in Selbstführung zu bringen. Denn dort, wo du dich ehrlich und liebevoll annimmst, kann Veränderung entstehen.

Wenn dein schlechtes Gewissen deinem Hund (und dir) mehr schadet als hilft

Vielleicht denkst du: „Aber wenn ich kein schlechtes Gewissen habe – verharmlose ich dann nicht meine Fehler?“

Nein. Du nimmst ihnen nur die Macht.

Ein schlechtes Gewissen ist wie ein innerer Strom, der dauernd Energie zieht. Du fühlst dich müde, angestrengt, überfordert – ohne genau zu wissen, warum.

Und dein Hund? Der spürt genau das. Er nimmt die feine Anspannung in dir wahr, diese leisen Selbstzweifel, die zähe Unruhe. Und oft reagiert er nicht auf dein Verhalten, sondern auf deine innere Stimmung.

Vielleicht kommt dir das bekannt vor: An Tagen, wo du dich schuldig fühlst, klappt auf einmal nichts. Er hört schlechter. Er zieht. Er wirkt unruhig. Und du denkst: Na toll, jetzt auch noch das.

Aber es ist kein Trainingsthema. Es ist ein Energiethema. Ein Thema von innerer Klarheit, Selbstannahme und Vertrauen.

Erst wenn du dich selbst entlastest, kann sich auch dein Hund wieder entspannen.

Selbstführung statt Selbstverurteilung

Wenn du spürst, dass sich Schuldgefühle in dir ausbreiten, versuch’s mal so:

💛 Halte kurz inne.

 Atme. Leg eine Hand auf dein Herz. Erkenne: „Ich fühle mich schuldig, weil ich mir wichtig bin. Weil mir mein Hund wichtig ist.“ Allein das ist schon Liebe.

💛 Frag dich sanft:

 „Gibt es hier wirklich etwas, das ich ändern möchte?“ Wenn ja – geh’s an. Schritt für Schritt. Aber aus Bewusstheit, nicht aus Druck.

💛 Oder ist es nur mein alter Anspruch, immer perfekt sein zu müssen? Dann darfst du genau hier loslassen. Denn dein Hund braucht dich nicht perfekt. Er braucht dich authentisch.

Selbstführung heißt: dich selbst durch diese inneren Wellen zu leiten. Mit Mitgefühl. Mit Klarheit. Nicht in Selbstoptimierung – sondern in Selbstverbindung.

Kleine Alltagsmomente, große Wirkung

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die dich wieder zu dir bringen:

💭 Wenn du statt Training einfach mal still neben deinem Hund sitzt.

☕ Wenn du morgens deinen Kaffee trinkst und ihn einfach beobachtest, ohne To-do-Gedanken.

🚶‍♀️ Wenn du beim Spaziergang dein Handy in der Tasche lässt und einfach atmest.

Diese Momente nähren euch beide – mehr als jedes zusätzliche „Programm“. Weil sie Verbindung schaffen, keine Leistung.

Und genau das ist die Basis für alles andere: Innere Ruhe, Vertrauen, Beziehung.

Fazit: Ein schlechtes Gewissen deinem Hund gegenüber brauchst du nicht – was er wirklich von dir will

Ein schlechtes Gewissen Hund mag sich anfühlen, als würdest du Verantwortung übernehmen. Aber in Wahrheit trennt es dich von dir selbst – und von deinem Hund.

Du darfst dich entscheiden, den inneren Druck loszulassen. Nicht, weil dir egal ist, was dein Hund braucht. Sondern weil du erkennst, dass echte Verbindung nur aus innerer Ruhe entstehen kann.

Also atme tief durch. Du machst das gut. Nicht perfekt – aber echt, bewusst und mit Herz. Und das ist alles, was dein Hund sich wirklich wünscht. 🐾

Wenn du spürst, dass dich dieses Thema immer wieder begleitet – dass dein Hund dich spiegelt, du dich oft verunsichert fühlst oder in dir so ein ständiger Druck herrscht, „mehr leisten“ zu müssen – dann lege ich dir diese Blogartikel ans Herz: Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hundes beeinflusst, Hunde und die Selbsterkenntnis, Gelassenheit als tägliche Gewohnheit

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Cheers,

Antje

Gelassen mit Hund ins neue Jahr – wie du den Jahreswechsel ruhig und verbunden erlebst

Vertrauensvolle Verbindung zwischen Hund & Halterin - Symbol für Mind & Lead

Gelassen mit Hund ins neue Jahr – das klingt so leicht, und doch wissen viele Hundehalterinnen, wie herausfordernd der Jahreswechsel sein kann. Draußen knallt es, drinnen sucht dein Hund Halt, und du spürst, wie sich in dir etwas anspannt. Genau hier beginnt der Weg, gelassen mit Hund ins neue Jahr zu gehen – nicht durch Training, sondern durch innere Ruhe und Selbstführung.

Was „gelassen mit Hund ins neue Jahr“ wirklich bedeutet

Gelassenheit ist kein Verhalten. Sie ist eine innere Haltung.

Viele Frauen versuchen, an Silvester „stark“ zu bleiben – für ihren Hund, für die Familie, für das Gefühl von Kontrolle. Aber Stärke ohne Verbindung macht hart. Und genau das spürt dein Hund.

Wenn du gelassen mit Hund ins neue Jahr gehen möchtest, geht es nicht darum, keine Angst zu haben. Es geht darum, sie wahrzunehmen – und dich trotzdem in dir zu halten.

Du bist der sichere Ort, den dein Hund sucht. Nicht, weil du perfekt bist. Sondern, weil du präsent bist.

Warum dein Hund deine Ruhe spürt

Vielleicht hast du es schon bemerkt: Dein Hund folgt keiner Sprache. Er folgt Schwingungen.

Er spürt, ob du atmest. Ob du in Gedanken bist oder wirklich da. Er liest in dir wie in einem offenen Buch – in jedem Moment.

Wenn du dich verlierst in Sorgen, zieht sich auch in ihm etwas zusammen. Wenn du ausatmest, weitet sich euer Raum.

Das ist kein Zufall. Das ist Resonanz. Und sie ist der Schlüssel, um gelassen mit Hund ins neue Jahr zu gehen. Denn sobald du dich selbst wieder spürst, findet auch dein Hund zurück in die Ruhe.

Der Jahreswechsel als Spiegel deiner inneren Welt

Silvester ist nicht nur laut, sondern symbolisch: Ein Ende, ein Anfang, ein Zwischenraum.

Und oft kommt genau in diesem Zwischenraum das hoch, was im Alltag keinen Platz hatte: Druck. Erwartungen. Schuldgefühle. Das Gefühl, „es müsste doch besser laufen“.

Doch was, wenn du dieses Jahr anders beginnst? Nicht mit neuen Vorsätzen, sondern mit einer neuen Haltung:

👉 Ich darf gelassen mit Hund ins neue Jahr gehen – nicht, weil alles still ist, sondern weil ich in mir still werde.

Das ist der Unterschied zwischen Kontrolle und Vertrauen. Zwischen Anspannung und Führung. Zwischen Reaktion und Ruhe.

5 Wege, wie du wirklich gelassen mit Hund ins neue Jahr startest

Atme dich zurück in den Moment

Wenn dein Hund nervös wird, reagiere nicht sofort.

Atme erst. Langsam. Tief.

Mit jedem Ausatmen sag innerlich: „Ich bin hier. Ich bin sicher. Ich bin ruhig.“ Das ist kein Trick – es ist Regulation. Dein Atem ist der direkteste Weg zu deinem Nervensystem. Und dein Hund? Er spürt es. In Sekunden.

Werde Beobachterin statt Managerin

Wenn du versuchst, alles zu kontrollieren – Gäste, Geräusche, Hund – verlierst du dich selbst.

Probier stattdessen: kurz innehalten. Wahrnehmen, wie sich dein Körper anfühlt. Das ist Achtsamkeit in Aktion.

So bleibst du gelassen mit Hund ins neue Jahr – weil du dich nicht mehr verlierst, sondern findest.

Schaffe kleine Rituale der Sicherheit

Hunde lieben Wiederholung – und dein Nervensystem auch.

Mach Silvester zu einem Ritual der Ruhe: Zünde eine Kerze an, leg eine Hand auf deinen Bauch, atme. Lass deinen Hund neben dir sein.

Sag leise: „Ich bin da. Du bist sicher.“ Diese Routine wird zu eurem gemeinsamen Anker.

Lass los, was du nicht halten musst

Vielleicht trägst du die Verantwortung für alles – für seine Angst, für das perfekte Silvester, für die Stimmung.

Aber Gelassenheit entsteht, wenn du erkennst: Du musst nichts festhalten. Nicht den Moment. Nicht den Plan. Nicht dich selbst. Du darfst loslassen, um Halt zu finden.

Fühl dich statt zu funktionieren

Wenn dein Hund zittert, darfst du mitfühlen. Aber du musst nicht mitzittern. Mitgefühl ist offen. Mitleid ist eng. Bleib offen – mit warmem Herzen und ruhigem Atem. So entsteht echte Führung. Und so gehst du wirklich gelassen mit Hund ins neue Jahr.

Eine neue Perspektive: Silvester als Beziehungsmoment

Vielleicht hast du Silvester bisher als Prüfung erlebt. Als „Testlauf“, ob du ruhig genug bleibst, ob dein Hund sich gut benimmt.

Aber was, wenn Silvester euer Spiegel ist? Ein Moment, in dem du erkennst, wie fein ihr miteinander verbunden seid. Jeder Herzschlag, jeder Atemzug – eine Einladung, Vertrauen zu spüren.

Du musst nichts erreichen. Nur anwesend sein. Denn genau da entsteht Beziehung: im Jetzt, nicht im „Ich müsste“. Das ist der Unterschied zwischen einem stressigen Jahreswechsel und einem, der euch stärkt.

Mini-Reflexion: Dein Moment der Stille

Mach kurz die Augen zu. Stell dir den 31. Dezember vor.

Du sitzt auf dem Sofa, dein Hund liegt neben dir. Draußen glitzern Lichter. Ein paar Knaller hallen durch die Nacht.

Du atmest. Dein Hund hebt kurz den Kopf, schaut zu dir, und legt sich wieder hin. Du spürst: Das ist Ruhe. Nicht, weil alles still ist. Sondern, weil du still geworden bist.

Das ist es, was es heißt, gelassen mit Hund ins neue Jahr zu gehen.

So bereitest du dich innerlich vor

Wenn du diesen Jahreswechsel bewusst erleben möchtest, beginn jetzt – nicht erst am 31. Dezember.

🌾 Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten, um zu atmen, zu spüren, innezuhalten. Mach es zu deinem kleinen Ritual: Morgens, vor dem Spaziergang oder abends auf dem Sofa.

🌾 Schreib dir auf, wofür du dankbar bist. Nicht das große Ganze, sondern kleine Momente: Ein Blick, ein Atemzug, ein Lächeln deines Hundes.

🌾 Und erinnere dich immer wieder: Du bist kein „Problem zu lösen“. Du bist die Führung, die dein Hund spürt – wenn du dich selbst hältst.

So wächst die Ruhe in dir – und du nimmst sie mit, wenn ihr gemeinsam ins neue Jahr geht.

Dein Ritual für den Silvesterabend

Du brauchst keine große Vorbereitung, kein neues Werkzeug. Nur dich.

1️⃣ Such dir einen ruhigen Platz – vielleicht euer Lieblingsplatz.

2️⃣ Atme bewusst ein paar Mal tief.

3️⃣ Leg eine Hand auf dein Herz.

4️⃣ Sag innerlich: „Ich bin ruhig. Ich bin sicher. Ich bin hier.“

Mach das ein paar Minuten. Spür, wie sich etwas in dir verändert. Wie sich dein Hund verändert. Das ist kein Training. Das ist Beziehung – auf leise Art. So gehst du gelassen mit Hund ins neue Jahr, weil du in dir angekommen bist.

Fazit – du bist die Ruhe, die dein Hund sucht

Am Ende geht es nicht um Silvester. Es geht um das, was bleibt, wenn die Raketen verglüht sind.

Eure Verbindung. Dein Atem. Deine innere Stabilität.

Wenn du dich selbst führen lernst, lernt dein Hund, dir zu vertrauen. Das ist der Kern von meiner Arbeit – und der Beginn eines neuen Jahres, das nicht laut startet, sondern echt.

Du darfst sagen: „Ich bin ruhig. Mein Hund vertraut mir. Und das ist unser Neuanfang.“ So gehst du wirklich – gelassen mit Hund ins neue Jahr. 💛

Wenn du diese Gelassenheit nicht nur an Silvester, sondern dauerhaft leben möchtest, dann begleite ich dich im Dezember in meinem 4-Wochen-Kurs „Gelassen mit Hund ins neue Jahr“.

Gemeinsam stärken wir deine innere Ruhe, damit dein Hund sich an deiner Sicherheit orientieren kann.

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Gerne möchten wir dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Gelassenheit als tägliche Gewohnheit, Warum du deinem Hund oft keine Sicherheit geben kannst – und wie du es wirklich lernst, Aufregung ist ansteckend – wie du mit kleinen Impulsen große Veränderungen bei deinem Hund bewirken kannst

Studien wie die der Vetmeduni Wien zeigen, dass Hunde unsere Emotionen über Körpersprache und Schwingung wahrnehmen – genau deshalb ist deine innere Ruhe so entscheidend.

Herzlichst,

Deine Antje

Überfordert mit deinem Hund? Wie innere Klarheit alles verändert

Frau mit Hund sitzen auf einer wild blühenden Wiese. Beide sind sich sehr nah. Die Frau lacht in die Kamera

Du fühlst dich überfordert mit deinem Hund? Keine Panik, du bist damit nicht allein.

Dein Hund bellt an der Leine, zieht dich hektisch nach vorne oder wirkt in manchen Situationen komplett unsicher – und du spürst sofort, wie in dir Scham und Druck hochsteigen.

Die Blicke der anderen sind dir unangenehm, vielleicht fühlst du dich sogar verurteilt. In dir läuft ein Film: „Alle denken, ich habe meinen Hund nicht im Griff.“ Dieses Gefühl von Überforderung begleitet dich inzwischen öfter, als du zugeben möchtest.

Viele Frauen erleben genau diese innere Zerrissenheit: Einerseits wollen sie ihrem Hund Sicherheit geben, andererseits verlieren sie sich in Gedanken, Gefühlen und Handlungen, die alles nur noch schwieriger machen.

In diesem Artikel schauen wir uns die 3 häufigsten Arten an, wie Halterinnen unbewusst ihre Führungsrolle abgeben – und warum die Lösung nicht im strengen Hundetraining liegt, sondern in deiner inneren Klarheit. Denn sobald du dich selbst führst, verändert sich auch dein Hund.

Und das ist eine gute Nachricht. Denn sobald du deine Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst führst, verändert sich das Verhalten deines Hundes ganz von selbst. Genau hier setzt Mind & Lead an.

Die 3 Arten, wie du unbewusst die Führung abgibst

Jede Frau kennt sie – diese Momente, in denen man eigentlich nur alles richtig machen will, und es trotzdem kippt. Dein Hund bellt, zieht oder blockiert – und du fühlst dich machtlos.

Hinter diesen Situationen steckt immer die gleiche Kette: Gedanke → Gefühl → Handlung. Wenn du das erkennst und unterbrichst, drückst du den Reset-Knopf für dich und deinen Hund.

Schauen wir uns die drei häufigsten Muster an.

Hund bellt an der Leine: Wenn deine Gedanken schon Alarm schlagen

Wenn du denkst, du machst alles falsch… Du siehst einen anderen Hund, eine Menschenmenge oder hörst ein lautes Geräusch – und sofort denkst du: „Oh nein, bitte nicht schon wieder.“ „Gleich flippt er aus.“ „Alle werden mich anschauen.“

Noch bevor etwas passiert, läuft in deinem Kopf ein ganzer Film ab. Du gehst innerlich in Abwehr, spannst dich an – und dein Hund spürt genau das. Für ihn bedeutet es: „Sie rechnet mit Gefahr – also ist Gefahr da.“

Diese Gedanken sind mächtig. Sie lösen in dir Anspannung aus, und dein Hund übernimmt die Führung, weil er glaubt, ihr beide wärt in Gefahr.

👉 Bei Mind & Lead schauen wir genau da hin. Wir machen sichtbar, welche Gedanken dich in diese Schleifen ziehen und wo sie herkommen. Wir zeigen dir, wie du sie unterbrechen und den Reset drücken kannst. Wenn dein Kopf klar bleibt, bleibt dein Hund es auch. Und das ist der Beginn von echter Sicherheit – für euch beide.

Überfordert mit deinem Hund: Wenn Gefühle dich schwanken lassen

Du willst klare Regeln haben. Aber dann schaut dich dein Hund mit großen Augen an – und schon meldet sich das schlechte Gewissen: „Bin ich zu streng?“ Oder du bist müde, erschöpft, innerlich überfordert – und plötzlich sagst du Ja, obwohl du eigentlich Nein meinst.

Für dich fühlt es sich nach Erleichterung an. Für deinen Hund ist es Unsicherheit. Heute gilt A, morgen gilt B – und er verliert die Orientierung.

Die Ursache sind nicht fehlende Disziplin oder mangelnde Liebe. Es sind Gefühle, die dich steuern: Schuld, Zweifel, Überforderung. Gefühle, die oft aus alten Erfahrungen stammen, nicht aus dem Hier und Jetzt.

👉 Bei Mind & Lead machen wir diese Gefühle sichtbar. Wir helfen dir zu verstehen: Welche Emotionen gehören wirklich in den Moment – und welche sind alte Muster, die dich schwanken lassen? Wenn du diese Klarheit gewinnst, fühlt sich Konsequenz nicht hart an, sondern liebevoll. Dein Hund spürt: „Auf sie ist Verlass.“

Wenn die Handlung dich überrollt: Lautwerden aus Ohnmacht

Es gibt diese Momente, in denen du es nicht mehr aushältst. Dein Hund hört nicht, du fühlst dich ohnmächtig – und plötzlich platzt es heraus: ein harsches Wort, ein Brüllen, ein Ruck an der Leine. Kurz wirkt es. Aber danach bleibt Scham. Du denkst: „So will ich eigentlich nicht mit meinem Hund umgehen.“

Lautwerden ist kein Zeichen von Stärke. Es ist dein Notfallprogramm, wenn Gedanken und Gefühle zu viel werden. Es ist der letzte Ausweg, wenn dein Nervensystem Alarm schlägt.

👉 Bei Mind & Lead gehen wir dorthin zurück, wo diese Muster entstanden sind. Du erkennst, warum du in diesen Situationen so reagierst – und lernst, neue Reaktionen langfristig zu wählen. An die Stelle von Lautstärke tritt echte Souveränität: ruhig, klar, liebevoll. Dein Hund vertraut dir, weil er spürt: „Sie führt uns beide.“

Warum dein Hund dein Spiegel ist – und deine größte Chance

Vielleicht spürst du es jetzt deutlicher: Dein Hund macht nichts „falsch“. Er zeigt dir deine eigenen Muster.

-Die Gedanken, die dich schon vor dem Spaziergang nervös machen.

-Die Gefühle, die dich schwanken lassen.

-Die Handlungen, die dich hinterher beschämt zurücklassen.

Das klingt hart – aber es ist ein Geschenk. Denn wenn du erkennst, wie deine innere Welt wirkt, kannst du sie verändern.

90 % der Probleme mit deinem Hund entstehen in dir – und genau da liegt die Lösung. Darum ist Mind & Lead keine Hundeschule. Wir trainieren nicht an der Oberfläche, sondern gehen gemeinsam mit dir nach innen. Dein Hund ist dabei dein ehrlichster und liebevollster Spiegel.

Der Weg raus – machbar in 16 Wochen

Vielleicht spürst du es jetzt deutlicher: Dein Hund macht nichts „falsch“. Er zeigt dir deine eigenen Muster. Vielleicht denkst du gerade: „Das klingt gut, aber kann ich das wirklich schaffen?“

Ja, du kannst. Und du musst es nicht allein schaffen. In 16 Wochen begleiten wir dich eng und persönlich. Du lernst, deine Gedanken zu beruhigen, deine Gefühle zu verstehen und deine Handlungen bewusst zu steuern. Du entdeckst deine innere Stabilität – und dein Hund folgt dir, weil er spürt: „Sie ist klar. Sie ist bei sich.“

Es geht nicht darum, perfekt zu werden. Es geht darum, dich selbst wieder zu finden – und mit deinem Hund in eine Verbindung zu kommen, die frei, leicht und vertrauensvoll ist.

Was am Ende bleibt…

  • keine Scham mehr, wenn dein Hund bellt
  • kein innerer Druck, perfekt sein zu müssen
  • keine Angst, zu versagen

Sondern:

  • Ruhe in dir, die dich trägt
  • Klarheit, die sich leicht anfühlt
  • ein Hund, der dir vertraut und freiwillig folgt

Das ist möglich. Für dich. In 16 Wochen.

Mit Mind & Lead zeigen wir dir den Weg – und gehen ihn mit dir. Liebevoll, klar, machbar.

Gerne möchten wir dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Mensch-Hund-Beziehung, Warum du deinem Hund oft keine Sicherheit geben kannst…, Selbstvertrauen, Die Wahrheit über dich und deinen Hund

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Cheers,

Antje & Cristina

Wenn dein Hund übernimmt: Warum du Führung neu denken darfst

Antje Timmermann - Mind & Lead

Was eine Begegnung auf der Abendrunde über Führung, Energie und Selbstverantwortung verrät. Es war ein ganz normaler Abend. Ein Spaziergang, wie ich ihn mit meiner Hündin oft mache – einfach raus, durchatmen, den Tag loslassen. Die Leine locker, der Schritt ruhig, die Stimmung entspannt. Doch diese Ruhe sollte nicht lange halten – denn wenige Minuten später wurde ich Zeugin eines Moments, wie wir ihn aus vielen Coaching-Gesprächen kenne: Ein Hund übernimmt die Führung, weil die herannahende Hundehalterin es in diesem Moment nicht kann.

Und mir wurde wieder klar, wie oft genau das auch bei unseren Klientinnen geschieht: „Mein Hund übernimmt Führung“- nicht, weil er dominant ist, sondern weil er ehrlich spiegelt, was im Inneren nicht gehalten wird.

Die herannahende Frau bleibt stehen. Ihre Augen sind groß, die Stimme unsicher, fast flehend:
„Wer kommt da? Ist der Hund verträglich? Können wir passieren?“
Noch bevor ihr Hund reagiert, ist etwas spürbar: Angst. Ihre Körpersprache, ihr Blick, ihre Energie – alles sendet ein klares Signal: „Ich habe die Situation nicht im Griff.“
Ihr Hund hat diese Einladung verstanden. Er zögert keine Sekunde. Reißt sich los. Stürzt nach vorne. Nicht spielerisch, nicht neugierig – sondern mit voller Entschlossenheit, zu beißen. Er hat schlichtweg die Führung übernommen.

Ich konnte ihn abwehren. Zum Glück ist nichts passiert.

Aber was dann kam, war für mich der eigentliche Knackpunkt.
„Das ist normal. Er ist noch jung.“

Dieser Satz ist mir nachgegangen. Nicht, weil ich ihn verurteilen will. Sondern weil er so typisch ist. So menschlich. Und weil er viel tiefer blicken lässt, als es auf den ersten Blick scheint.

Zwischen Wahrheit und Geschichte

Hunde sind ehrlich. Brutal ehrlich, könnte man fast sagen. Sie erzählen keine Geschichten, sie beschönigen nichts, sie erklären nicht.

Sie zeigen. Punkt.

Das macht sie so besonders – aber für uns Menschen auch manchmal schwer auszuhalten. Denn ihr Verhalten konfrontiert uns mit etwas, das wir oft lieber nicht sehen wollen: uns selbst.

Die Frau auf der Abendrunde hat gespürt, dass sie die Situation nicht halten konnte, dass ihr Hund die Führung übernommen hat. Sie hat gespürt, dass sie unsicher war. Aber statt dieser Wahrheit zu begegnen, hat sie sich eine Geschichte erzählt:
„Das ist normal.“
„Er ist halt jung.“
„Das macht er nur manchmal.“

Und der Hund? Der hat nichts davon geglaubt.

Er hat nicht die Geschichte gehört. Er hat die Energie gespürt. Die Unsicherheit. Die Überforderung. Den fehlenden Halt.
Und er hat übernommen. Nicht aus „Ungehorsam“. Nicht, weil er dominant ist. Sondern, weil jemand die Verantwortung tragen musste.

Hunde übernehmen Führung, wenn wir sie nicht halten können

Das ist eine zentrale Erkenntnis aus meiner Arbeit mit feinfühligen Hundehalterinnen: Hunde übernehmen. Immer.

Wenn wir keine innere Führung haben, übernehmen sie die äußere.
Wenn wir emotional instabil sind, übernehmen sie die Regulation.
Wenn wir uns selbst nicht vertrauen, übernehmen sie – und entscheiden selbst, was „sicher“ ist und was nicht.

Dabei meinen sie es nicht böse. Im Gegenteil: Hunde sind loyal. Sie sind ehrlich. Sie folgen dem, was ist.

Und wenn wir in einem inneren Vakuum sind – dann wird es eben gefüllt. Nicht selten mit Verhalten, das wir als „Problem“ wahrnehmen.

Aber es ist kein Problem. Es ist ein Spiegel.

Was Hundehalterinnen daraus lernen können

Die Frau mit dem angreifenden Hund steht für viele Frauen, die zu uns kommen. Nicht, weil sie „schlechte“ Halterinnen sind – sondern weil sie alles versuchen, es richtig zu machen. Sie lesen, sie trainieren, sie fragen um Rat.

Und trotzdem sind sie erschöpft. Frustriert. Manchmal sogar verzweifelt.

Warum?

Weil sie nur im Außen ansetzen – aber das Innere unbeachtet lassen.

Der Hund zieht? Dann braucht er mehr Training. Der Hund bellt? Dann muss man das unterbrechen. Der Hund hat „Probleme“ mit anderen Hunden? Dann braucht er mehr „Sozialisierung“.

Aber selten fragen wir:

👉 Wie fühle ich mich eigentlich in solchen Momenten?

👉 Bin ich präsent? Bin ich klar?

👉 Bin ich innerlich stabil genug, um Führung zu übernehmen – nicht mit Druck, sondern mit Haltung?

Selbstführung statt Symptombehandlung

Genau hier setzt Mind & Lead an.

Unsere Philosophie ist klar: Nicht der Hund steht im Mittelpunkt – sondern die innere Welt der Halterin.

Denn nur, wenn du selbst in dir ruhst, kannst du einen sicheren Rahmen für deinen Hund bieten. Nur, wenn du dich führen kannst, wird dein Hund dir folgen. Und nur, wenn du bereit bist, ehrlich auf dich zu schauen – ohne Schuld, aber mit Klarheit – kann echte Veränderung entstehen. Es braucht keine neuen Erklärungen. Es braucht eine neue Haltung.

Warum das so schwer ist – und warum es sich lohnt

Vielleicht spürst du beim Lesen Widerstand. Vielleicht denkst du:

„Aber ich kann ja nichts dafür!“ „Es ist doch der Hund, der ausrastet – nicht ich!“ „Ich habe schon so viel versucht, warum soll jetzt mein Inneres schuld sein?“

Ich verstehe das. Und ich sage dir: Du bist nicht schuld. Aber du bist verantwortlich.

Verantwortung bedeutet nicht, alles im Griff zu haben. Es bedeutet, bereit zu sein, hinzuschauen. Die eigenen Muster zu erkennen. Die eigenen Emotionen zu halten. Und damit Raum zu schaffen – für echte Verbindung.

Das ist keine leichte Reise. Aber es ist die kraftvollste, die du machen kannst. Denn am Ende ist dein Hund nicht gegen dich. Er ist für dich.

Er zeigt dir, wo du wachsen darfst. Wo du dich stärken darfst. Wo du loslassen darfst. Er ist der ehrlichste Coach, den du dir vorstellen kannst.

Kennst du solche Momente?

Momente, in denen dir plötzlich klar wird: Das war nicht „sein“ Verhalten – das war meins? Das war nicht der Hund, der außer Kontrolle war – das war ich, die innerlich keinen Halt hatte? Das war kein Zufall – das war ein Spiegel?

Wenn ja – dann bist du nicht allein. Und du bist genau richtig hier.

Fazit: Dein Hund braucht keine neue Geschichte. Er braucht deine Wahrheit.

Was ich aus dieser Abendrunde mitgenommen habe, ist nicht Angst – sondern Dankbarkeit. Dankbarkeit für diese ehrliche Begegnung. Für die Erinnerung daran, dass wir aufhören dürfen, zu erklären. Und anfangen dürfen, zu fühlen. Denn unsere Hunde sehen uns längst. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns auch selbst sehen.

👉 Willst du lernen, wie du deinem Hund Halt gibst – ohne Druck, sondern mit innerer Stärke? Dann entdecke unsere kostenlose Masterclass. Gerne möchten wir dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Warum dein Hund dich nicht aus Liebe versteht, Aufregung ist ansteckend- wie du mit kleinen Impulsen große Veränderungen bei deinem Hund bewirken kannst, Wut beim Gassigehen: Ein Morgen auf dem Feldweg

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Cheers,

Antje & Cristina

Warum du deinem Hund oft keine Sicherheit geben kannst – und wie du es wirklich lernst

Immer wieder hört man: „Du musst deinem Hund Sicherheit geben“ – häufig in den Momenten, wenn er bellt, plötzlich nach vorne schießt, wild ausweicht oder in manchen Situationen einfach komplett überfordert wirkt.
Dann kommen die typischen Sätze:
„Zeig ihm, dass du führst.“
„Du musst souverän bleiben.“
„Er muss sich an dir orientieren.“

Natürlich klingt das erstmal logisch.
Und ja — es ist besser, ruhig zu bleiben, statt selbst hektisch zu werden.
Und es hilft, wenn du deinem Hund körpersprachlich Orientierung gibst.
Aber viele stellen irgendwann ernüchtert fest:
Trotz aller guten Vorsätze bleibt die Unsicherheit beim Hund.

Warum?
Weil diese Art von Sicherheit nicht einfach auf Knopfdruck da ist.
Und schon gar nicht in dem Moment, wo es brenzlig wird.

Sicherheit entsteht nicht erst, wenn es knallt

Stell dir vor:
Du sitzt mit deinem Hund das erste Mal im Straßencafé. Alles ist aufregend. Menschen laufen dicht vorbei. Hunde, Kinder, hektische Bewegungen. Dein Hund fiept, springt auf, bellt einen vorbeirennenden Jogger an.
Oder:
Beim Spaziergang kommt euch plötzlich jemand entgegen. Dein Hund fixiert, stellt sich steif hin, schnellt nach vorne. Du spürst, wie sich in dir alles anspannt.
Und dann ruft jemand:
„Jetzt bleib doch locker! Einfach souverän bleiben!“

Hilft dir das?
Wohl kaum.
Denn in diesem Moment passiert Folgendes:
Während dein Hund im Außen sichtbar reagiert, beginnt bei dir innerlich ein Karussell zu kreiseln:

  • Hoffentlich beruhigt er sich gleich…
  • Was denken die anderen?
  • Ich müsste das doch im Griff haben!
  • Warum klappt das immer noch nicht?

Mitten in der Situation möchtest du deinem Hund Ruhe geben, aber in dir selbst wird es gerade alles andere als ruhig. Mit anderen Worten: Während der Hund äußerlich reagiert, läuft beim Menschen oft innerlich ein eigenes Programm ab.

Dein Hund spürt nicht deine Absicht, sondern deine innere Verfassung

Hunde lesen uns nicht an unseren guten Vorsätzen.
Sie spüren unsere Körperspannung, unseren Atem, unser Zögern.

Sie merken, ob wir innerlich sicher sind — oder selbst gerade schwanken.

  • Bist du innerlich klar?
  • Fühlst du dich sicher?
  • Kämpfst du innerlich mit der Angst, wieder zu „versagen“?
  • Oder bist du selbst innerlich angespannt, zweifelnd, unsicher?

Dein Hund hört zwar deine Worte, aber er orientiert sich nicht an ihnen. Er spürt deine Energie – ob du willst oder nicht.

Deshalb reagieren viele Hunde nicht nur auf äußere Reize, sondern auch auf die feinen Schwankungen ihrer Menschen.
Nicht, weil der Mensch schuld wäre — sondern weil Hund und Mensch energetisch ein System bilden.

Warum die typischen Tipps oft ins Leere laufen

Wenn dein Hund äußerlich hochfährt, fixiert, bellt oder springt, bist du emotional meist selbst schon mit angespannt.
Dann noch „ruhig bleiben“ zu sollen, klingt leicht – aber fühlt sich in diesen Momenten echt schwer und als nicht machbar an.
Denn du kannst nur das ausstrahlen, was du auch wirklich fühlst.
Und genau deshalb greifen viele Hundetrainerratschläge nicht tief genug.
Sie setzen außen beim Hund an — obwohl das eigentliche Thema innen beginnt.

Und genau das ist der Punkt, wo sich klassisches Hundetraining von echter Persönlichkeitsentwicklung unterscheidet und trennt.

Sicherheit entsteht viel früher

Sicherheit entsteht nicht erst im Problem-Moment.
Sie wächst Stück für Stück — in deinem Alltag, in deiner Haltung, in deinem Denken über dich selbst.

  • Hast du dein eigenes Misstrauen gegenüber deiner Rolle als „Führungsperson“ schon angeschaut?
  • Weißt du, wo deine Unsicherheit herkommt?
  • Hast du alte Glaubenssätze hinter dir gelassen? (z.B. „Ich darf keine Fehler machen“, „Ich werde beobachtet und bewertet.“)
  • Erlaubst du dir überhaupt, diese Führungsrolle innerlich einzunehmen?

Solange diese inneren Spannungen noch wirken, wird dein Hund sie immer wieder spüren — auch wenn du äußerlich alles „richtig“ machst.

Dein Hund liest deine Zwischentöne

Es reicht eben nicht, äußerlich ruhig zu atmen und innerlich zu denken: „Ich hoffe, das geht jetzt gut.“
Er spürt die kleinen Spannungen unter der Oberfläche:

  • Dein leises Zögern.
  • Deinen angespannten Kiefer.
  • Deine angespannte Hand an der Leine.
  • Deinen unbewussten Wunsch, die Situation schnell hinter dich zu bringen.
  • deine Zweifel, auch wenn du lächelst.
  • deine innerliche Unruhe, auch wenn du „locker“ atmest.
  • dein Zögern, auch wenn du Worte der Sicherheit sagst.

Souveränität bedeutet nicht, perfekt zu sein.
Sie bedeutet, innerlich bei dir zu bleiben — egal, was draußen passiert.

Und sie entsteht auch nicht „auf Knopfdruck“ in schwierigen Momenten, sondern durch innere Entwicklung.

Deshalb verändert sich das Verhalten vieler Hunde erst dann nachhaltig, wenn ihre Menschen sich reflektieren. Nicht, weil sie vorher alles „falsch“ gemacht hätten, sondern weil sie beginnen, sich innerlich neu auszurichten, sich weiterzuentwickeln.

Der wichtigste Moment beginnt immer bei dir

Der Moment, in dem du deinem Hund echte Sicherheit gibst, beginnt nicht erst, wenn er bellt.
Er beginnt viel früher:

  • Wenn du deine eigenen Anspannungen rechtzeitig spürst.
  • Wenn du die kleinen Gedanken bemerkst: „Hoffentlich kommt uns jetzt keiner entgegen…“
  • Wenn du lernst, deine inneren Antreiber zu erkennen, bevor sie dich überrollen.

Denn oft ist es nicht der Hund, der das Drama startet.
Es sind die ersten, leisen Impulse in dir, die alles ins Rollen bringen.

Je bewusster du diese inneren Bewegungen erkennst, desto ruhiger bleibst du.
Nicht, weil du dich zusammenreißt. Sondern, weil du dich annimmst, so wie du gerade bist.

Und aus dieser inneren Klarheit heraus kannst du deinen Hund viel früher begleiten:

  • Du siehst die kleinen Ohrenbewegungen.
  • Die winzigen Muskelzuckungen.
  • Den feinen Wechsel im Blick.

Du führst, bevor überhaupt etwas eskaliert.

In dieser Klarheit bist du in der Lage, deinen Hund feiner zu begleiten — nicht, weil du ihn „managst“, sondern weil du selbst geerdet bist.

Sicherheit entsteht also nicht dadurch, dass du technisch alles richtig machst.
Sicherheit entsteht dadurch, dass du bei dir bleibst, wenn es im Außen eng wird.

Sicherheit ist kein Verhalten. Sie ist ein innerer Zustand.

Du kannst nur die Sicherheit geben, die du in dir selbst fühlst.

Deshalb setzen wir in unserem Programm genau dort an:

  • Bei deinen Glaubenssätze.
  • Bei deinen alten Erfahrungen.
  • Bei deinen Ängsten, die sich in bestimmten Situationen melden.
  • Bei deinem Gefühl für deine eigene innere Führung.

Je stabiler du hier wirst, desto stabiler wird auch dein Hund.
Nicht, weil du ihn kontrollierst — sondern weil er sich an deiner echten Ruhe orientieren kann.

Fazit

Sicherheit beginnt nicht auf dem Spaziergang. Sie beginnt nicht, wenn der Hund bellt, sondern dort, wo du dich selbst erkennst und führst.
Sicherheit beginnt dort, wo du lernst, dich selbst mit all deinen Gedanken, Gefühlen und Erwartungen liebevoll wahrzunehmen.
Wo du Verantwortung für dein eigenes Innenleben übernimmst.
Und wo du deinem Hund so zeigen kannst: Ich bin da. Für mich. Und für dich.

Denn: Jeder Schritt, den du innerlich gehst, wird sofort spürbar — für dich. Und für deinen Hund.

Genau dort beginnt unser Ansatz.

Gerne möchten wir Dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Aufregung ist ansteckend – wie du mit kleinen Impulsen große Veränderung bei deinem Hund bewirken kannst; Gelassenheit als tägliche Gewohnheit; Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hunde beeinflusst

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Antje & Cristina

Wahrheit über Dich und Deinen Hund – Wie Deine Realität Deinen Weg beeinflusst

Was ist die Wahrheit über Dich und Deinen Hund?

Du stehst an der gleichen Ecke wie immer, Dein Hund zieht an der Leine – wieder mal. Genervt denkst Du: „Warum macht er das?“ oder sagst Dir: „Das war schon immer so, das wird sich nie ändern.“

Doch hast Du Dich je gefragt, ob diese Wahrheit wirklich stimmt? Oder ist es nur Deine Wahrnehmung, geprägt durch Erfahrungen, Überzeugungen und alte Geschichten?

Was, wenn Du diese „Wahrheit“ verändern könntest? Was, wenn Dein Hund gar nicht stur oder ängstlich ist – sondern nur auf Deine Energie reagiert? Lass uns gemeinsam eintauchen und herausfinden, wie Deine innere Wahrheit die Realität zwischen Dir und Deinem Hund beeinflusst.

Die Warheit

Deine eigene Realität – wie sie entsteht

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Realität. Es gibt nicht die eine Wahrheit. Deine Wahrnehmung wird durch Deine Sinne, Erfahrungen und inneren Überzeugungen geformt.

Unser Gehirn filtert permanent Informationen. Pro Sekunde prasseln rund 1.000.000 Bits auf uns ein, aber nur etwa 40 bis 200 Bits werden verarbeitet – und davon schaffen es gerade einmal 7 bis 8 Bits in unser Bewusstsein.

Das bedeutet: Dein Gehirn sortiert, verzerrt und verallgemeinert permanent. Deine Realität ist ein Ausschnitt der Welt, geformt durch Deine Gedanken und Erwartungen.

Warum filtert unser Gehirn Informationen?

Das Filtern von Informationen ist ein Überlebensmechanismus. Unser Gehirn entscheidet blitzschnell, welche Informationen wichtig sind und welche nicht. Dabei werden viele Informationen einfach gelöscht – sie kommen gar nicht erst in unser Bewusstsein. Andere Informationen werden verzerrt, das heißt, sie werden von unserem Gehirn entweder über- oder unterbewertet. Und dann gibt es noch die Verallgemeinerungen: Unser Gehirn neigt dazu, Erlebnisse zu verallgemeinern, um sie schneller einordnen zu können.

Ein Beispiel: Immer wenn Du mit Deinem Hund an einer bestimmten Ecke vorbeigehst, zieht er plötzlich an der Leine und bellt vielleicht sogar. Nach einer Weile hast Du die Überzeugung, dass „immer wenn wir an dieser Ecke vorbeigehen, mein Hund durchdreht“. Das Gehirn hat aus dieser wiederkehrenden Erfahrung eine Verallgemeinerung gemacht. Diese Verallgemeinerungen helfen uns, schneller zu reagieren, aber sie können uns auch in die Irre führen, wenn wir die Situation nicht mehr objektiv betrachten.

Wie Deine Energie Dein Hundetraining beeinflusst

Hunde kommunizieren vor allem über Energie. Sie lesen unsere Körpersprache, unsere Anspannung, sogar unsere Gedanken. Wenn Du mit der Erwartung in eine Situation gehst, dass Dein Hund ‚wieder ausflippen wird‘, dann sendest Du genau diese Energie aus – und Dein Hund reagiert darauf.

Die Macht der inneren Filter

Unsere Gedanken entstehen aus Erfahrungen, Erziehung und tief verankerten Glaubenssätzen. Vielleicht hast Du als Kind gehört: „Hunde sind stur.“ Oder „Du bist nicht konsequent genug.“

Diese Sätze setzen sich fest. Sie formen Deine Wahrnehmung. Und plötzlich siehst Du diese vermeintlichen „Beweise“ in Deinem Alltag mit Deinem Hund. Dabei sind sie nichts weiter als alte Muster, die Deine Sicht verzerren.

Wie beeinflussen diese Filter Deine Beziehung zu Deinem Hund?

Was hat das nun alles mit der Erziehung Deines Hundes zu tun? Sehr viel! Denn wenn Du die Welt durch Deine persönlichen Filter siehst, beeinflusst das direkt, wie Du mit Deinem Hund umgehst. Nehmen wir noch einmal das Beispiel mit der Ecke, an der Dein Hund immer ausflippt. Du hast inzwischen die Erwartung, dass genau das passieren wird. Dein Gehirn hat die Situation schon vorverarbeitet, und Dein Körper reagiert darauf. Vielleicht wirst Du angespannt, ohne es zu merken. Dein Hund spürt diese Anspannung und reagiert darauf, was das Verhalten an der Ecke nur verstärkt.

Dein Hund handelt nicht aus Bosheit oder Trotz. Er reagiert auf Deine Energie, auf Deine innere Wahrheit, die Du in die Situation bringst. Und diese Wahrheit ist oft das Ergebnis von Filtern und Überzeugungen, die vielleicht gar nicht mehr relevant sind.

Wie kannst Du Deine Filter und Überzeugungen verändern?

Der erste Schritt, um Deine persönliche Wahrheit zu hinterfragen, ist Bewusstsein. Werde Dir bewusst, welche Gedanken, Überzeugungen und Geschichten Du mit Dir trägst. Frage Dich: „Woher kommt dieser Gedanke? Ist er wirklich wahr? Oder ist es nur eine alte Überzeugung, die ich hinterfragen darf?“

Ein Beispiel: Du kommst wieder an die besagte Ecke mit Deinem Hund. Anstatt sofort anzunehmen, dass er wieder ausflippen wird, nimmst Du Dir einen Moment, um tief durchzuatmen und bewusst in die Situation zu gehen. Beobachte, was wirklich passiert – ohne die Brille der vergangenen Erfahrungen. Vielleicht ist Dein Hund dieses Mal ruhiger, weil Du selbst ruhiger bist. Du wirst sehen, wie sehr Dein Hund auf Deine Energie reagiert.

Übung für den Alltag: Neue Muster schaffen

Um Deine Filter und Geschichten zu verändern, ist es wichtig, neue Muster zu schaffen. Das erfordert Übung und Geduld, aber es ist der Schlüssel, um Deine Realität und damit auch die Beziehung zu Deinem Hund zu verbessern.

Versuche, in Situationen, die Dir Schwierigkeiten bereiten, bewusst neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Wenn Dein Hund an der Ecke bellt, bleib ruhig stehen, lenke seine Aufmerksamkeit auf Dich und belohne ihn für ruhiges Verhalten. Je öfter Du dieses neue Muster trainierst, desto mehr wird es sich in Deinem Gehirn verankern – und das alte, problematische Muster wird nach und nach verblassen.

Vertraue Deinem Hund

Ein weiterer wichtiger Schritt ist, Vertrauen in Deinen Hund zu entwickeln. Dein Hund handelt nicht aus böser Absicht. Wenn er ein Verhalten zeigt, das Dich stört, ist das nicht, weil er Dich ärgern will. Er reagiert einfach auf die Situation und Deine Energie. Wenn Du verstehst, dass das Verhalten Deines Hundes oft nur ein Spiegel Deiner eigenen inneren Welt ist, kannst Du beginnen, neue Wege zu gehen und Deinem Hund die Führung zu geben, die er braucht.

Fazit: Deine persönliche Wahrheit beeinflusst Deinen Weg

Deine persönliche Wahrheit über Dich und die Erziehung Deines Hundes ist nicht in Stein gemeißelt. Sie entsteht durch Deine Filter, Überzeugungen und die Geschichten, die Du Dir selbst erzählst. Doch diese Wahrheiten sind veränderbar. Indem Du Dir Deiner inneren Welt bewusst wirst und neue Muster schaffst, kannst Du die Realität, die Du mit Deinem Hund erlebst, aktiv gestalten.

Es gibt nicht die eine „richtige“ Realität. Es gibt nur Deine Realität – und die kannst Du verändern. Indem Du Verantwortung für Deine innere Welt übernimmst und bewusst neue Wege gehst, wirst Du feststellen, wie sich nicht nur Deine Beziehung zu Deinem Hund, sondern auch Deine gesamte Lebensrealität verbessert. Dein Hund wird Dir dankbar folgen, wenn Du beginnst, Dich selbst klarer zu führen.

Gerne möchten wir Dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hundes beeinflusst, Kommunikation, Selbstvertrauen, Gelassenheit als tägliche Gewohnheit

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Antje & Cristina

Gelassenheit als tägliche Gewohnheit

Gelassenheit als Gewohnheit zu verankern, ist kein unerreichbares Ziel, sondern eine Frage der Übung. Stell dir vor, Gelassenheit wäre kein seltenes Phänomen, sondern ein fester Bestandteil deines Alltags. Häufig nehmen wir an, dass Ruhe und Gelassenheit angeborene Eigenschaften sind, die einige haben und andere nicht. Doch Gelassenheit lässt sich tatsächlich wie jede andere Fähigkeit trainieren! Dank der Flexibilität unseres Gehirns ist es möglich, neue Gewohnheiten und Denkweisen zu verankern – ähnlich wie ein Muskel, den wir mit kontinuierlichem Training stärken.

Gelassenheit als tägliche Gewohnheit – Wie kleine Routinen und souveräne Kommunikation zu innerer Ruhe führen

Stell dir vor, Gelassenheit wäre keine seltene Ausnahme, sondern ein fester Bestandteil deines Alltags. Viele glauben, dass Gelassenheit eine angeborene Eigenschaft ist – eine Fähigkeit, die man entweder hat oder nicht – deine langjährige Freundin beispielsweise, die schon immer eine Engelsgeduld hatte und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Zum Glück ist es anders! Gelassenheit lässt sich trainieren und wie eine neue Fähigkeit in das tägliche Leben integrieren.

Studien zeigen, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter formbar bleibt und sich durch regelmäßige Wiederholung neuer Verhaltensweisen und Denkmuster verändert, wie ein Muskel, der regelmäßig trainiert wird. Das bedeutet, dass Gelassenheit genauso wie andere Fähigkeiten, erlernt, entwickelt und gestärkt werden kann.

Untersuchungen des University College London haben herausgefunden, dass es durchschnittlich 66 Tage dauert, bis ein neues Verhalten zur Routine wird (es gibt zur Dauer verschiedenste Aussagen – gehen wir hier mal von dieser Zahl aus). Ob wir also lernen, auf eine Situation ruhig zu reagieren oder uns durch Atemübungen zu zentrieren – jeder Schritt, jeder Tag, dessen wir uns darüber bewusst sind und etwas tun, bringt uns ein Stück näher an die innere Ruhe.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du durch kleine, bewusste Gewohnheiten und souveräne Kommunikation Gelassenheit langfristig in dein Leben holst – für dich und deinen Hund. Denn je mehr du innere Ruhe findest, desto stärker wird die gelassene Ausstrahlung, die auch auf deinen Hund wirkt.

Wie hängen Gelassenheit und Routinen zusammen?

Unser Gehirn liebt Gewohnheiten. Durch regelmäßige Abläufe sparen wir Energie und fühlen uns sicherer und stabiler. Diese vertrauten Muster verankern sich immer mehr in unserem Gehirn und helfen uns, innere Ruhe zu finden.

Unser Gehirn ist unglaublich anpassungsfähig und verändert sich ständig – das nennt man „Neuroplastizität“. Diese Fähigkeit bedeutet, dass wir neue Verbindungen im Gehirn schaffen können, indem wir bestimmte Verhaltensweisen immer wiederholen. Und das Gute daran: Wir können Gelassenheit trainieren, indem wir uns immer wieder kleine, entspannende Routinen schaffen. Diese Momente der Ruhe im Alltag sind ganz einfach – und sie machen sogar Spaß! Wir schauen uns gleich an, wie du diese für dich nutzen kannst.

Wie wirken sich Routinen konkret auf unsere Gelassenheit aus?

Wenn wir bestimmte Rituale im Alltag fest etablieren, gibt das unserem Gehirn das Signal, dass diese Zeiten von Ruhe und Stabilität geprägt sind. Wiederholte Handlungen wie Atemübungen oder feste Entspannungsphasen verringern die Aktivierung unseres Stresszentrums und stärken stattdessen den präfrontalen Kortex – den Teil des Gehirns, der für Planung, Selbstkontrolle und gelassene Reaktionen verantwortlich ist. Mit der Zeit fällt es uns immer leichter, in stressigen Situationen die Ruhe zu bewahren, weil unser Gehirn durch die Routinen trainiert wurde, nicht sofort in Alarmbereitschaft zu schalten.

Routinen senken zudem den sogenannten Entscheidungsmüdigkeitseffekt. Das bedeutet, dass wir weniger geistige Energie auf alltägliche Entscheidungen verwenden müssen und dadurch mehr Kapazität haben, ruhig und gelassen auf stressige Situationen zu reagieren.

Wenn wir also den Tag durch kleine, geplante Pausen oder Entspannungsmomente strukturieren, bereiten wir unser Gehirn darauf vor, auch in anspruchsvollen Momenten gelassen zu bleiben.

Gelassenheit durch souveräne Kommunikation

Gelassenheit zeigt sich nicht nur in unserer inneren Haltung, sondern auch in der Art und Weise, wie wir kommunizieren. Dabei hat die Art, wie wir sprechen, nicht nur Einfluss darauf, wie unsere Worte bei anderen ankommen, sondern auch auf unser eigenes Gefühl von Ruhe und Selbstkontrolle. Souveräne Kommunikation hilft, Gelassenheit zu fördern, da sie Klarheit und Selbstsicherheit in herausfordernde Gespräche bringt.

Warum souveräne Kommunikation uns innerlich ruhiger macht

Unsere Kommunikation beeinflusst, wie wir uns selbst fühlen, da sie direkt auf unser Gehirn und unsere Emotionen wirkt:

1. Selbstregulation durch bewusste Kommunikation
Wenn wir ruhig und bedacht sprechen – mit „Ich“-Botschaften, kurzen Pausen und überlegten Worten – schaffen wir die Grundlage für mehr Gelassenheit. Indem wir so kommunizieren, helfen wir unserem Gehirn, in stressigen Momenten einen klaren Kopf zu bewahren. Das beruhigt nicht nur uns, sondern auch unser Gegenüber, ob Mensch oder Hund. Je bewusster wir sprechen, desto leichter fällt es uns, unsere Emotionen zu kontrollieren und innerlich ruhig zu bleiben.

2. Verantwortung für eigene Gefühle übernehmen
„Ich“-Botschaften machen uns klar, dass wir für unsere eigenen Gefühle verantwortlich sind. Das bedeutet, statt in einem Moment der Unruhe die Schuld bei anderen zu suchen, drücken wir aus, was wir brauchen, ohne uns überfordert oder von anderen abhängig zu fühlen. Eine ruhige und klare Ansage wie „Ich brauche gerade etwas Zeit für mich“ stärkt unser Gefühl von Kontrolle und trägt dazu bei, dass wir gelassener bleiben, auch in stressigen Situationen.

3. Die Verbindung zwischen Körper und Emotionen
Wir wissen, dass der Körper ein mächtiges Werkzeug ist, um unsere Emotionen zu beeinflussen. Wenn wir bewusst langsamer sprechen, tief atmen und Pausen machen, senden wir ein Signal an unser Gehirn, dass alles in Ordnung ist – auch wenn der äußere Druck mal größer wird. Diese Verbindung zwischen Körper und Gefühl hilft uns, ruhig zu bleiben und die innere Balance zu wahren, egal was gerade passiert.

Techniken für gelassene Kommunikation

·  „Ich“-Botschaften: Sie helfen uns, Verantwortung für unsere eigenen Gefühle zu übernehmen und Missverständnisse zu vermeiden. So können wir Konflikte leichter lösen und Klarheit schaffen.

·  Pausen einlegen: Ein kleiner Moment der Stille vor einer Antwort gibt uns die Zeit, die wir brauchen, um ruhig und bewusst zu reagieren.

·  Ruhige Körpersprache: Eine offene Haltung, sanfte Bewegungen und ein entspannter Blickkontakt signalisieren nicht nur anderen, sondern auch uns selbst, dass wir sicher und gelassen sind.

Wie sich Gelassenheit durch Kommunikation auf deinen Hund überträgt

Hunde reagieren sensibel auf unsere Ausstrahlung. Je souveräner und ruhiger wir kommunizieren, desto sicherer und entspannter fühlen sie sich in unserer Gegenwart. Ein gelassener Kommunikationsstil sendet Signale der Sicherheit und Verlässlichkeit, die auch unsere Hunde spüren und ihre eigene Ruhe fördern.

Praktische Tipps zur täglichen Gelassenheit

  1. Klangmeditation (Sound Bath): Eine Klangmeditation – oder „Sound Bath“ – nutzt beruhigende Klänge, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Ob Gongs, tibetische Klangschalen oder spezielle Frequenzen: Das Gehirn reagiert auf diese Töne mit entspannenden Alpha- und Theta-Wellen. Selbst digitale Versionen, die über Apps abgespielt werden, entfalten eine beruhigende Wirkung und bringen dich in eine tiefere Entspannung. Ein „Sound Bath“ ist ideal, um nach einem langen Tag zur Ruhe zu kommen und innere Gelassenheit zu fördern.
  2. Journaling mit Gelassenheitsfokus: Ein „Gelassenheits-Journal“ ist eine wunderbare Methode, um bewusste Ruhe zu verankern. Setze dich jeden Abend für ein paar Minuten hin und notiere drei Situationen, in denen du heute ruhig geblieben bist, oder schreibe drei Dinge auf, die du morgen gelassen angehen möchtest. Diese kleine Reflexion schärft das Bewusstsein für ruhige Momente und hilft, neue Denk- und Verhaltensmuster zu etablieren, die langfristig Gelassenheit stärken. Studien zeigen, dass Journaling dazu beiträgt, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
  3. Die „Drei-Atemzüge-Pause“

In stressigen Situationen neigen wir oft dazu, schnell und impulsiv zu reagieren. Eine einfache Möglichkeit, das zu durchbrechen, ist die „Drei-Atemzüge-Pause.“ Bevor Du handelst oder antwortest, nimm Dir drei tiefe Atemzüge. Diese kurze Pause unterbricht das Stressmuster und gibt Deinem Gehirn die Chance, sich neu zu fokussieren und ruhig zu bleiben. Diese Technik stammt aus der Achtsamkeitspraxis und hilft, das eigene Verhalten bewusster zu steuern.

  • Bewegung in der Natur – aber im „Schnecken-Tempo“

Naturspaziergänge sind schon entspannend, aber wenn Du das Tempo bewusst verlangsamt, kann dies die Wirkung auf Deine Gelassenheit verstärken. Konzentriere Dich auf Deine Umgebung: das Rauschen der Bäume, den Duft der Luft oder das Gefühl der Erde unter Deinen Füßen. Studien zur „Waldtherapie“ zeigen, dass langsame Naturspaziergänge das Stresshormon Cortisol senken und das Herz beruhigen. So stärkst Du nicht nur Deine Gelassenheit, sondern auch Deine Resilienz.

Diese Techniken lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren und fördern Gelassenheit auf ganz unterschiedlichen Ebenen – von innerer Ruhe bis hin zu einer bewussteren Selbstwahrnehmung. Probiere eine oder mehrere davon aus und beobachte, wie sich Deine Gelassenheit im Laufe der Zeit verstärkt.

Fazit

Gelassenheit ist kein Zustand, der einfach „da ist“, sondern ein wertvolles Training, das mit kleinen Schritten und bewussten Routinen zu einer täglichen Gewohnheit werden kann. Indem du regelmäßig Techniken wie Atemübungen, souveräne Kommunikation und mentale Routinen in dein Leben integrierst, stärkst du nicht nur deine eigene Gelassenheit, sondern auch die Verbindung zu deinem Hund. Diese innere Ruhe wird nicht nur dich entspannen, sondern auch deinem Hund ein sicheres Gefühl geben, das sich positiv auf sein Verhalten auswirken wird.

Mit der Zeit wirst du feststellen, dass du in stressigen Situationen ruhiger reagierst und dadurch ein neues Level an innerer Ausgeglichenheit erreichst. Wenn du diese Fähigkeiten kontinuierlich ausbaust, wirst du mehr Gelassenheit in deinem Leben und in der Beziehung zu deinem Hund erleben. Es lohnt sich, ruhig und gelassen zu bleiben – für dich und deinen Hund.

Gerne möchten wir Dir noch diese Blogartikel ans Herz legen: Der Rhythmus des Lebens-und wie er auch das Leben deines Hundes beeinflusst, Kommunikation

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