eine Frau kniet neben ihrwem Hund und streichelt ihn

Perfektionismus bei Hundehaltern: Wenn du vor lauter Richtigmachen die Freude an deinem Hund verlierst

Perfektionismus bei Hundehaltern kann sich in einem Moment zeigen, der eigentlich wunderschön sein könnte. Dein Hund liegt zufrieden auf seiner Decke, hat die Augen geschlossen und lässt im Schlaf ein leises Schnauben hören. Du schaust ihn an und musst lächeln. Doch noch bevor du diesen Augenblick richtig genießen kannst, fällt dir ein, was bei euch noch immer nicht so funktioniert, wie du es dir wünschst.

Die Leinenführigkeit, das Alleinbleiben und die Begegnungen mit anderen Hunden. Schon greifst du zum Handy und suchst nach neuen Tipps. Du speicherst ein Video und nimmst dir vor, morgen wieder konsequenter zu sein.

Eigentlich wolltest du dich heute Abend entspannen. Dein Hund ist zufrieden, du hast Feierabend und es gibt gerade nichts, was dringend erledigt werden müsste.

Trotzdem hast du dieses unangenehme Gefühl, noch nicht genug getan zu haben.

Und während dein Hund friedlich schläft, arbeitest du gedanklich schon wieder an euren nächsten Herausforderungen.

Als du dir das Leben mit deinem Hund noch ganz anders vorgestellt hast

Weißt du noch, wie sehr du dich auf die gemeinsame Zeit gefreut hast?

Auf lange Spaziergänge, kleine Abenteuer und diese herrlich verrückten Momente, in denen dein Hund etwas anstellt und du vor Lachen kaum noch Luft bekommst.

Du wolltest einen Gefährten an deiner Seite, mit dem du das Leben genießen kannst. Einen Hund, der dich nach einem anstrengenden Tag zum Lächeln bringt und mit dem selbst ein gewöhnlicher Spaziergang zu etwas Schönem wird.

Natürlich war dir bewusst, dass nicht immer alles reibungslos laufen würde.

Aber du hattest nicht damit gerechnet, wie viel Platz die Schwierigkeiten irgendwann in deinem Kopf einnehmen könnten.

Heute überlegst du schon vor dem Spaziergang, wo euch andere Hunde begegnen könnten. Du wählst lieber die ruhigere Strecke und bist erleichtert, wenn ihr wieder zu Hause seid.

Dabei gab es unterwegs durchaus schöne Momente. Dein Hund hat dich zwischendurch aufmerksam angeschaut, ihr seid ein Stück entspannt nebeneinander gegangen und die Sonne hat durch die Bäume geschienen.

Nur beschäftigt dich jetzt vor allem die eine Begegnung, die nicht gut gelaufen ist.

Warum hast du nicht früher reagiert? Du hast es doch eigentlich gewusst.

Und schon ist die Freude über euren Spaziergang wieder verschwunden.

Wenn Perfektionismus bei Hundehaltern die Freude verdrängt

Du gibst dir wirklich Mühe. Du informierst dich, probierst Dinge aus und möchtest verstehen, was dein Hund braucht.

Trotzdem hast du häufig das Gefühl, dass es noch nicht reicht.

Wenn etwas nicht klappt, suchst du den Fehler zuerst bei dir. Du gehst die Situation gedanklich durch und überlegst, was du hättest besser machen können.

Dabei merkst du manchmal gar nicht, wie angespannt du bist. Dein Kiefer ist fest, deine Schultern sind hochgezogen und obwohl du längst wieder zu Hause bist, fühlt sich dein Bauch noch immer unangenehm eng an.

Dein Hund hat sich inzwischen auf seinen Lieblingsplatz zurückgezogen.

Nur du bist gedanklich noch draußen.

Was du dir dabei kaum eingestehst: Du hast manchmal einfach keine Lust mehr, dich schon wieder mit der nächsten Schwierigkeit auseinanderzusetzen.

Du möchtest mit deinem Hund zusammen sein, ohne ständig etwas verbessern zu müssen.

Aber sobald du dir eine Pause gönnen willst, meldet sich dein schlechtes Gewissen.

Schließlich hast du Verantwortung für ihn übernommen.

Und wenn du dich wirklich genügend anstrengst, müsste es doch irgendwann funktionieren.

Was dein hoher Anspruch mit dir selbst zu tun haben kann

In meiner Arbeit mit Tara begegnete mir genau dieser hohe Anspruch.

Sie war es gewohnt, ihr Bestes zu geben, und setzte sich unter Druck, wenn etwas nicht ihren Erwartungen entsprach.

Dahinter stand eine Überzeugung, die viele Frauen kennen: Nur wenn ich mich wirklich bemühe, zählt es auch. Nur dann bin ich gut genug.

Solche Überzeugungen begleiten uns oft schon lange. Wir möchten zuverlässig sein, unsere Aufgaben gut erledigen und niemanden enttäuschen.

Das sind Eigenschaften, die uns in vielen Lebensbereichen helfen können.

Schwierig wird es, wenn wir daraus ableiten, dass wir uns Freude und Zufriedenheit erst verdienen müssen.

Dann wird aus einem Spaziergang schnell eine Prüfung unserer eigenen Fähigkeiten.

Und aus einer Schwierigkeit mit dem Hund die Frage, ob wir selbst gut genug sind.

Seit wann müssen wir uns die Freude an unserem Hund eigentlich verdienen?

Diese Frage beschäftigt mich, weil ich immer wieder erlebe, wie viel Frauen für ihre Hunde tun und wie wenig sie sich selbst dabei zugestehen.

Der Perfektionismus bei Hundehaltern kann so weit gehen, dass selbst ein schöner gemeinsamer Moment nicht mehr richtig ankommen darf, solange irgendwo noch eine Baustelle wartet.

Dabei sagt das Verhalten deines Hundes nichts über deinen Wert als Mensch aus.

Warum ich bei Mind & Lead auf die Frau schaue

Wenn mir eine Frau von einer schwierigen Situation mit ihrem Hund erzählt, interessiert mich selbstverständlich, was passiert ist.

Aber ich höre auch darauf, wie sie über sich selbst spricht.

Ob sie erzählt, dass ihr Hund gebellt hat, oder ob sie sagt: „Ich habe es schon wieder nicht hinbekommen.“

Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied.

Für mich ist er entscheidend.

Denn während wir uns mit dem Verhalten des Hundes beschäftigen, kann es passieren, dass wir übersehen, wie sehr die Frau längst an sich selbst zweifelt.

Ihr Hund kennt weder ihre Kindheit noch ihre inneren Überzeugungen. Er erlebt, wie sie sich im Hier und Jetzt verhält: ihre Stimme, ihre Bewegungen, ihre Entscheidungen und die Art, wie sie mit ihm umgeht.

Natürlich hat sein Verhalten auch eigene Ursachen. Er ist ein eigenständiges Lebewesen mit Bedürfnissen und Erfahrungen.

Doch was in der Frau passiert, beeinflusst, wie sie eine Situation wahrnimmt und darauf reagiert.

Deshalb schauen wir bei Mind & Lead auf ihre Gedanken, Gefühle und bisherigen Muster. Denn wer sich selbst besser versteht, kann lernen, in schwierigen Momenten bewusster zu handeln.

Und das beginnt manchmal an einer ganz unscheinbaren Stelle.

Perfektionismus bei Hundehaltern erkennen: Wer treibt dich gerade an?

Kehren wir zu dem Abend zurück, an dem dein Hund zufrieden auf seiner Decke liegt.

Du hast dein Handy bereits in der Hand und möchtest nach dem nächsten hilfreichen Video suchen.

Doch diesmal hältst du einen Moment inne.

Eigentlich hattest du gar nicht vor, dich heute Abend noch mit euren Schwierigkeiten zu beschäftigen.

Erst der Gedanke, nicht genug getan zu haben, hat dich dazu gebracht.

Du fragst dich, ob dein Hund gerade wirklich etwas von dir braucht oder ob du versuchst, dein schlechtes Gewissen zu beruhigen.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Denn wenn du bemerkst, was dich antreibt, kannst du anfangen, deine Reaktion zu hinterfragen.

Du erkennst, dass dein hoher Anspruch gerade wieder das Kommando übernehmen möchte. Und du musst ihm nicht automatisch folgen.

Du darfst dich entscheiden, heute einmal fünfe gerade sein zu lassen.

Das bedeutet keineswegs, dass dir die Bedürfnisse deines Hundes egal sind. Du kannst weiterhin Verantwortung übernehmen, an euren Schwierigkeiten arbeiten und gemeinsam mit ihm lernen.

Aber du musst dich nicht bei jeder Gelegenheit selbst antreiben.

Diese bewusste Entscheidung ist ein erster Schritt. Die tiefer liegenden Überzeugungen zu verstehen und zu verändern, braucht häufig mehr Zeit.

Doch genau daraus kann nach und nach etwas entstehen, das dir bisher gefehlt hat: Vertrauen in deine eigenen Entscheidungen.

Wie sich das Leben anfühlen kann, wenn du wieder loslässt

Du legst das Handy zurück und setzt dich zu deinem Hund.

Er öffnet verschlafen die Augen, hebt den Kopf und rückt ein Stück näher.

Während du über sein warmes Fell streichst, schiebt er seinen Kopf unter deine Hand. Du kraulst ihn hinter den Ohren, und er antwortet mit einem langen, zufriedenen Seufzer.

Du merkst, wie deine Schultern weich werden.

Und dann musst du lächeln.

Einfach, weil er da ist.

Weil du ihn liebst und dich gerade über ihn freuen kannst, ohne darüber nachzudenken, was morgen noch alles besser werden soll.

Solche Momente können wieder mehr Platz in deinem Leben bekommen.

Du kommst von einem Spaziergang zurück, bei dem nicht alles funktioniert hat, und kannst dich trotzdem an die schönen Augenblicke erinnern.

Du triffst dich mit einer Freundin, lachst über ihre Geschichte und merkst erst später, dass du heute gar nicht mehr über die schwierige Hundebegegnung nachgedacht hast.

Und wenn du morgens die Leine in die Hand nimmst, freust du dich wieder auf die gemeinsame Zeit, statt gedanklich schon alle möglichen Schwierigkeiten durchzugehen.

Das ist die Lebensqualität, die du zurückgewinnen kannst.

Nicht weil plötzlich alles perfekt wäre, sondern weil du nicht mehr ständig gegen dich selbst kämpfen musst.

Weniger Perfektionismus bei Hundehaltern bedeutet mehr Vertrauen in sich selbst

Sybille sagt heute über eine Veränderung aus unserer Zusammenarbeit:

„Ich merke, dass ich nicht alles kontrollieren muss.“

Ihre beste Freundin nimmt sie inzwischen wieder als lebendiger wahr.

Diese Rückmeldung berührt mich, weil sie zeigt, wie weit eine Veränderung reichen kann, die zunächst im Zusammenleben mit dem Hund ihren Anfang nimmt.

Wenn du lernst, deine eigenen Ansprüche zu hinterfragen, kann sich auch dein Umgang mit anderen Herausforderungen verändern.

Du kannst eine Entscheidung treffen, ohne sie anschließend immer wieder infrage zu stellen. Du kannst einen Fehler machen, ohne dich dafür stundenlang zu verurteilen.

Und du kannst dir erlauben, auch dann zufrieden zu sein, wenn noch nicht alles so läuft, wie du es dir wünschst.

Für mich ist das ein wesentlicher Teil von Selbstführung.

Es geht darum, dich selbst besser kennenzulernen und wieder mehr Einfluss darauf zu gewinnen, wie du dein Leben gestalten möchtest.

Was du durch weniger Perfektionismus bei Hundehaltern zurückgewinnen kannst

Dein Hund wird auch künftig seine eigenen Ideen haben.

Es wird Spaziergänge geben, die anders verlaufen als geplant, und Tage, an denen du dich über etwas ärgerst.

Aber du kannst lernen, anders damit umzugehen.

Du kannst Verantwortung übernehmen und gleichzeitig freundlich mit dir selbst bleiben. Du kannst dich über Fortschritte freuen, ohne bei jedem Rückschritt an deinen Fähigkeiten zu zweifeln.

Und du kannst wieder mehr von dem Leben genießen, auf das du dich damals so gefreut hast.

Die gemeinsamen Ausflüge, die kleinen Abenteuer und die Abende, an denen dein Hund zufrieden neben dir liegt.

Du musst nicht erst alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, bevor du glücklich mit ihm sein darfst.

Dein Hund ist schließlich nicht in dein Leben gekommen, damit du dich jeden Tag aufs Neue beweisen musst.

Er soll dein Leben bereichern.

Und du darfst dich wieder darauf freuen.

Wenn du dich selbst und deinen Hund besser verstehen möchtest

Der Perfektionismus bei Hundehaltern ist nur eines von vielen inneren Themen, die im Zusammenleben mit einem Hund sichtbar werden können.

Wenn du dich in diesem Artikel wiedererkannt hast, weißt du vermutlich längst, wie viel du für deinen Hund tust.

Was dir möglicherweise noch fehlt, ist ein anderer Blick auf dich selbst.

In meinem 15-Tage-Online-Kurs „Leinenlos im Kopf“ lade ich dich ein, genau diesen Blick zu entwickeln.

Du entdeckst, was in dir passiert, wenn es mit deinem Hund schwierig wird, wie deine Gedanken und Gefühle dein Verhalten beeinflussen können und weshalb du manchmal anders reagierst, als du eigentlich möchtest.

Mit kurzen Videos, kleinen Experimenten, deinem persönlichen Begleiter und meiner WhatsApp-Begleitung kannst du anfangen, dich selbst und euer Zusammenspiel aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.

Damit du nicht immer nur siehst, was noch nicht funktioniert, sondern auch wieder wahrnehmen kannst, wie viel Schönes längst zwischen euch ist.

Und damit aus dem Wunsch, alles richtig zu machen, wieder mehr Vertrauen in dich selbst und Freude am gemeinsamen Leben werden kann.

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Gerne möchte ich dir noch diesen Blogartikel ans Herz legen: Leben mit Hund, Entspannt Gassi gehen

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Herzlichst,
Deine Antje

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Leine dran. Tür auf. Wir gehen.

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